Drei-See-Konferenz

Kein Todesfall 2019 am Edersee - Saisonbilanz der DLRG

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Bergungs-Service: Die DLRG begleitete die Übung der Fallschirmspringer im Juli am Edersee. 

Ein durchschnittliches Einsatzjahr liegt hinter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und ihren Partnern an Eder-, Twiste- und Diemelsee.

Edersee – Die Organisation zog bei der alljährlichen Drei-Seen-Konferenz in der Wachstation Waldeck-West zufrieden Bilanz. Das Wichtigste: Niemand kam in der Saison 2019 zu Tode.

Manchmal hilft der glückliche Zufall kräftig mit, berichtete der Leiter der Waldecker Wachstation, Klaus Schultze. Er erinnerte an ein Ereignis während der Wassersprünge der Fallschirmjäger am Edersee vom Juli. 

Edersee: Saisonbilanz - Segler fiel ohnmächtig ins Wasser

Ein Segler fiel ohnmächtig ins Wasser. Ein Team der DLRG bemerkte das sofort, denn es lag mit seinem Boot und einer Notärztin an Bord 20 Meter entfernt. Eigentlich zwecks Absicherung der Fallschirmsprünge.

Die Retter eilten sofort dem Segler zu Hilfe; die Medizinerin behandelte ihn. „Während dieses Einsatzes wurden die Sprünge gestoppt“, fügte Schultze hinzu.

Edersee: Nicht nur Wasserrettung - Niedrige Pegel

Freiwillige aus ganz Deutschland investieren während der Saison Urlaubstage, um an den Talsperren die Sicherheit der Badegäste und Wassersportler zu garantieren. Der niedrige Wasserstand schreibe den Ehrenamtlichen manchmal Fragezeichen auf die Stirn, räumte Schultze mit einem Schmunzeln ein, „denn die DLRG ist ja eigentlich für die Wasserrettung ausgebildet.“ 

Angesichts der langen steilen Wege zum Wasser bei niedrigem Pegel komme man sich jedoch eher vor wie bei der Bergwacht. Umso wichtiger sei die Ausstattung der Stationen mit WLAN, damit sich gerade jüngere Aktive auf gewohnte Weise die Zeit vertreiben könnten.

Saisonbilanz Edersee: Sanierung der Station Rehbach

Schultze hob den Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Station Rehbach hervor. 80 000 Euro kostete das Projekt. Der Landkreis sowie die Kommunen Edertal, Vöhl und Waldeck steuerten 50 000 Euro bei. Die DLRG investierte 30 000 Euro inklusive 5000 Euro von ihrem Kreisverband. Die neue Steganlage auf Rädern und mit vier Bootsliegeplätzen lässt sich problemlos an den wechselnden Wasserstand im See anpassen.

Wegen der wachsenden Intensität der Stürme am Edersee braucht die DLRG am Rehbach ein neues, dieser Herausforderung gewachsenes Boot. Gemeinde, Landkreis und DLRG teilen sich die Kosten von 34 000 Euro zu je einem Drittel auf.

Drei-Seen-Konferenz in der Wachstation Waldeck-West - Positive Bilanz

Ann-Christin Kern, Vorsitzende der DLRG Marsberg/Diemelsee, erläuterte die 2019 gestartete Kooperation am Diemelsee: Ihr Ortsverband, die DLRG Hochstift-Paderborn, die Johanniter und die Feuerwehr gewährleisten seitdem gemeinsam die Sicherheit der Badegäste am Diemelsee. Sie zog eine rundum positive Bilanz der Premiere und der Stimmung unter den Ehrenamtlichen.

Vize-Landrat Karl-Friedrich Frese, Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht, sein Diemelseer Amtskollege Volker Becker, Erster Edertaler Beigeordneter Werner Waid, der Arolser Stadtrat Manfred Wicker, Edertals Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam und Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei betonten die reibungslos funktionierende Zusammenarbeit der DLRG mit ihren Partnern. Die Sicherheit sei ein starkes Argument für den Urlaub in der Region.

Video: Edersee-Atlantis: Das sind die Ruinen von Gut Vornhagen

Von Matthias Schuldt

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