Männergesangverein pflegt Traditionen

Sänger feiern in Sachsenhausen das 175-jährige Jubiläum der "Liedertafel"

Der Jubiläumschor aus Sachsenhausen bei seinem Auftritt. Foto: Jörg Schüttler

Waldeck-Sachsenhausen. Der Männergesangverein „Liedertafel“ feierte sein 175-jähriges Jubiläum mit einem festlichen Liederabend mit zahlreichen Gästen.

„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass unser Liedgut immer seine Zeit haben wird“, betonte Landrat Reinhard Kubat. Lieder seien ein „Kulturgut und ein Stück unserer eigenen Tradition.“ Die Liedertafel sei einer der ältesten Chöre im Mitteldeutschen Sängerbund, sagte Kubat und überreichte einen Scheck für die Vereinsarbeit an Vorsitzenden Hans-Hermann Eitel.

Musikalisch eröffnete der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenhausen die Jubiläumsfeier mit einem Platzkonzert auf dem Marktplatz. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal marschierten Musikzug und Jubiläumschor gemeinsam zur Stadthalle.

Sänger-Chef Hans-Hermann Eitel, begrüßte die zahlreichen Chöre, Ehrengäste und Zuschauer. Jeder Verein lebe von Einsatz und Engagement seiner Mitglieder, sagte Eitel. „Unser Verein ist ein großer Verdienst der noch aktiven Sänger.“ Besonders würdigte er den ehemaligen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Herwig Erbroth, der „mit 86 Jahren noch eine feste Größe als zweiter Bass“ ist. Fünf aktive Sänger der Liedertafel sind über 80 Jahre alt. Die seit 2016 amtierende Chorleiterin Helen Zaloga, die eine ausgebildete Musiklehrerin ist, bezeichnete Eitel als „ein Juwel der Musik.“

Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann wies darauf hin, dass 175 Jahre neun Generationen seien, die „Liedgut, Gesang und Ehrenamt nach vorn getragen haben.“ Feldmann überreichte ebenfalls einen Scheck. Ortsvorsteher Jürgen Vollbracht überbrachte die Grüße von Vereinen und Ortsbeirat und lobte die Musiker: „Singen ist Herzenssache. Ihr seid immer mit dem Herzen dabei.“ Volker Bergmann, Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes, wies auf die kulturelle und soziale Verantwortung der Chöre hin: „Chorgesang braucht Kontinuität. Unsere Arbeit in Chören und Vereinen ist wichtiger denn je.“ Den Sachsenhäuser Sängern rief er zu: „Seid euch bewusst, dass ihr Kulturträger Nummer eins seid.“ Bergmann überreichte eine Urkunde und einen Gutschein.

Der Vorsitzende des Waldeckischen Sängerbundes, Bruno Mecke, dankte den „Mitgliedern und Chorleitern, die das Erbe der Chorgemeinschaft unterstützt und bewahrt haben“ und überreichte eine Ehrenurkunde. Weiterer Höhepunkt im Jubiläumsreigen war das Bezirkssingen des Sängerbezirks Waldeck .

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Von Jörg Schüttler

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