Kapitel Schulgeschichte endet

Abschied von Grundschule in Sachsenhausen - Landkreis sichert „Querungshilfe“ auf B 485 für neuen Schulweg zu

Ein Kapitel Schulgeschichte endet: Die Grundschule schließt ihre Pforten.
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Die alte Grundschule (Foto) schließt ihre Pforten. Für den Schulweg zur neuen Grundschule in der Werbaer Straße hat der Landkreis auf die Forderungen von Eltern, Lehrern und Ortsbeirat reagiert und sichert eine „Querungshilfe“ auf der Bundesstraße zu - zunächst aber nur provisorisch.

Die Grundschüler im Waldecker Stadtteil Sachsenhausen verabschiedeten sich von ihrer alten Schule. Für den Schulweg zur neuen Grundschule hat der Kreis auf die Forderungen von Eltern, Lehrern und Ortsbeirat reagiert und sichert eine „Querungshilfe“ auf der B 485 zu - zunächst aber nur provisorisch.

  • Die 1953 eröffnete Grundschule in Waldeck-Sachsenhausen hat ausgedient; sie wurde kurz vor dem Start in die Sommerferien symbolisch abgeschlossen.
  • Nach den Sommerferien beziehen die Grundschüler den Neubau in der Werbaer Straße.
  • Überraschend hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg am Freitag, 23. Juli, auf die Forderungen von Eltern, Lehrern und Ortsbeirat reagiert und sichert zum neuen Schuljahr eine „Querungshilfe“ über die B 485 an - zunächst aber nur provisorisch.

Waldeck-Sachsenhausen – „Und so schließen wir nun unsere Schule ab!“ – Mit diesem Ausruf ging ein Kapitel Schulgeschichte in der Blumenstraße zu Ende.

Die 1953 eröffnete Grundschule hat ausgedient. Nach den Sommerferien wird der Neubau in der Werbaer Straße 4a bezogen. Zum Abschied luden die letzten Viertklässler die Schülerinnen und Schüler der ersten Schul-Jahrgänge ein. Viele Ehemalige leben noch in Sachsenhausen und kamen gerne zu der kleinen Feier und auf den Weg zur MPS-Sporthalle.

Ehemalige mit Pinnenschuh und Lederschulranzen

Im Laubengang begrüßten die „Großen“ die Grundschüler sehr herzlich, und jedes Kind bekam einen Button mit dem neuen gemeinsamen Schulnamen „Schulzentrum an der Warte“. Das etwas Gefühl, das manches Kind hatte, wenn es daran dachte, dass es auf dem neuen Schulweg das Gebäude der „Großen“ durchqueren muss, wurde durch diesen Kontakt verändert: „Die sind ja doch nett!“

Die Grundschüler sangen das Lied von der alten Schule, durch deren Tür nun alle zum letzten Mal gingen, und zeigten einen Tanz.

Grundschüler von damals erzählten Geschichten aus ihrer Schulzeit. Ein alter Lederschulranzen mit hölzernem Federkästchen wurde gezeigt und ein „Pinnenschuh“ – damit handelten sich die Jungen einst Ärger ein, wenn sie damit Kratzer auf dem Parkettboden machten.

Keksschlüssel zum Abschied

Einig waren sich am Ende alle: Wir lieben die Schule – besonders wenn es Ferien gibt! Gemeinsam mit Nachbarn und Eltern wurden die Viertklässler durch das Spalier aller Grundschüler entlassen. Die Schule wurde mit einem hölzernen Schlüssel symbolisch abgeschlossen. Alle Teilnehmer bekamen einen einen gebackenen Keksschlüssel, zusätzlich wurde Ende der Schulzeit durch Gummibärchen aus der Nachbarschaft versüßt.

Mit einem Lied auf den Lippen verabschiedeten sich die Kinder, und die Ehemaligen tauschten bei Kaffee und Kuchen Erinnerungen an die eigene Schulzeit aus.

Kreis signalisiert zum neuen Schuljahr Fußgängerampel oder andere Fußgängerschutzanlage

Die Bundesstraße 485 in der Ortsdurchfahrt Sachsenhausen erhält eine provisorische zweite Fußgängerampel oder eine andere Fußgängerschutzanlage. Zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 werde dies im Bereich Sommerhagen/Winterhagen/Tankstelle installiert und ist zunächst als Provisorium vorgesehen, teilte Landrat Dr. Reinhard Kubat am Freitag, 23. Juli 2021, mit.

„Der Landkreis als Schulträger und Verkehrsbehörde misst dem Aspekt der Schulwegsicherheit höchste Priorität zu“, heißt es in seinem Schreiben an die Stadt Waldeck. Diese Lösung sei in intensiver Beratung mit Hessen-Mobil gefunden worden.

Mit Inbetriebnahme der neuen Grundschule an der Werbaer Straße könne sich das Schüleraufkommen auch bei der Querung der B 485 in dem Bereich deutlich erhöhen.

Schülerströme im neuen Schuljahr zählen

Die tatsächlichen Zahlen konnten aufgrund des Distanzunterrichts infolge der Corona-Pandemie nicht genau festgestellt werden. Sie sollen „nach Ablauf einer angemessenen Frist als Grundlage der tatsächlichen Schülerströme für eine eventuelle dauerhafte verkehrsrechtlichen Anordnung einer Fußgängerschutzanlage berücksichtigt werden“. Darin soll auch einfließen, inwieweit die neue Querungshilfe angenommen werde.

Eltern, Schüler, Lehrer und Ortsbeirat hatten sich im Vorfeld für eine neue Drückampel eingesetzt und forderten in einer großen Plakataktion einen sicheren Schulweg für die Grundschüler.

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