Trotz schnellem Eingreifens der Feuerwehr:

Segelboot versinkt im Edersee

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Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr war das Segelboot nicht mehr zu retten. Es sank an der Steganlage im Fürstental auf den Grund des Edersees.

Rund 52 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und Rettungstauchern waren am Donnerstag im Einsatz, um ein Segelboot im Edersee vor dem Untergang zu bewahren. Trotz des Einsatzes von zwei Saugpumpen konnte das Boot, das an der Steganlage im Fürstental vertäut war, nicht vor dem Sinken bewahrt werden.

Gegen 17.15 Uhr, wurden die Wehren aus Vöhl und Waldeck alarmiert. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Bernd Schäfer übernahm die Einsatzleitung und ließ zunächst das Tor zur Steganlage öffnen und mehrere Saugpumpen in das bereits durch einen Wassereinbruch voll laufende Segelboot setzen. Auch der Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing aus Waldeck war vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Wehren aus der Großgemeinde Vöhl rückten an und unterstützten die Kameraden der Waldecker Wehren tatkräftig.

Trotz hohem Engagements war das Bootes nicht mehr zu retten. Etwa 30 Minuten nach der Alarmierung sank es etwa sechs Meter tief auf den Grund des Edersees. Im Nachgang legten die Feuerwehrleute noch eine Ölsperre um die Steganlage, um eventuell auslaufende Betriebsstoffe aufzufangen.

Zwei Beamte der Wasserschutzpolizei Kassel nahmen vor Ort den Schaden auf und verständigten den Besitzer des Bootes. Sichtlich geschockt vom Untergang seines Bootes zeigte sich der 54-Jährige aus Vöhl am Einsatzort. Wieso das Boot leck geschlagen war, konnte sich der Eigner aber nicht erklären. Die angeforderten Taucher erschienen zwar an der Einsatzstelle, ein Heben des Bootes ist aber erst für den heutigen Freitag geplant.

Unterstützt haben die Aktion die DLRG, die mit drei Booten im Einsatz war. Die Absicherung hatte ein Team der Promedica Rettungswache aus Sachsenhausen übernommen, verletzte Personen gab es nicht. 

Am Freitag,  18.06.2020, wurde das  gesunkene Segelboot an der Steganlage geborgen. Dabei waren zahlreiche Einsatzkräfte von Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und DLRG, sowie zwei Taucher eingesetzt.

Durch die beiden Taucher wurden an dem etwa 4 t schweren, knapp 9 m langen, auf dem Grund des Edersee in 6 m Wassertiefe aufliegenden Segelboot Bavaria 890, drei Taucherhebesäcke montiert. Nach dem Aufblasen richtete sich das Boot etwas auf, anschließend wurde es von dem Arbeitsschiff des WSA mit dem Kran leicht angehoben und mit Hilfe von zwei Pumpen des WSA gelenzt.

 Zuvor war die gesamte Steganlage von der Feuerwehr mit einem 110 m langen Ölschlängel abgesichert worden, um eventuell austretende Betriebsstoffe aufzufangen. Bei der Bergung traten jedoch keine Betriebsstoffe aus. Das Boot konnte an der Steganlage stabilisiert werden. 

Ursächlich für den Wassereinbruch war offensichtlich ein technischer Defekt an dem stillgelegten Verbrennungsmotor. Die Wasserschutzpolizei erinnert die Eigner von Booten mit stillgelegtem Verbrennungsmotor in diesem Zusammenhang an ihre besondere Sorgfaltspflicht. Es entstand Sachschaden an dem Segelboot Bavaria 890, an der Steganlage und ggf. an weiteren dort liegenden Booten. Personenschaden entstand nicht.

(112-magazin.de)

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