Erlebnisregion Edersee will volleren See

Waldecker Parlament beschließt Resolution: Sparsam mit Edersee-Wasser umgehen

Erst Regen, jetzt Schnee: Ergiebige Niederschläge füllten den Edersee auf über 80 Prozent. Das Bild entstand am Freitag in der Niederwerber Bucht. Unabhängig vom aktuellen Pegel beschloss auch Waldeck eine Resolution zur sparsamen Wasserbewirtschaftung.
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Erst Regen, jetzt Schnee: Ergiebige Niederschläge füllten den Edersee auf über 80 Prozent. Das Bild entstand am Freitag in der Niederwerber Bucht. Unabhängig vom aktuellen Pegel beschloss auch Waldeck eine Resolution zur sparsamen Wasserbewirtschaftung.

Das Waldecker Stadtparlament schließt sich der gemeinsamen Resolution der Kommunen in der Erlebnisregion Edersee an und fordert eine sparsamere Bewirtschaftung der Talsperre.

  • Die vier Kommunen in der Erlebnisregion Edersee fordern eine sparsamere Bewirtschaftung der Edertalsperre.
  • Nach der Gemeindevertretung in Edertal hat auch das Waldecker Stadtparlament die gemeinsame Resolution beschlossen.
  • Waldeck, Vöhl, Bad Wildungen und Edertal wollen erreichen, dass in der Hochsaison mehr Wasser im Edersee verbleibt.

Waldeck – Vöhl, Waldeck, Edertal und Bad Wildungen wollen auf eine sparsame Wasserbewirtschaftung des Edersees drängen. Eine gemeinsame Resolution wurde bereits vom Edertaler Parlament beschlossen. Am Donnerstag war sie Thema in Waldeck.

Vöhl, Waldeck, Edertal und Bad Wildungen fordern kontinuierlich geringe Wasserabgabe

„Wir brauchen eine grundlegende Änderung der Wasserbewirtschaftung“, heißt es in der Resolution. „Das Problem sind nicht die trockenen Sommer an sich, sondern der hohe Wasserabfluss zur Anhebung des Wasserstands in der Weser.“ Enorme Wassermengen, die ab Frühjahr abgelassen wurden, seien Ursache dafür, dass der Edersee-Pegel 2020 schon zu Beginn des Sommers extrem niedrig war.

In der Resolution fordern die Kommunen, die in der Erlebnisregion Edersee zusammenarbeiten, eine kontinuierlich geringe Wasserabgabe. Ziel: mindestens bis zum 15. August ein Wasserstand von rund 125 Millionen Kubikmeter.

Resolution im Ältestenrat diskutiert

Nach Angaben des Waldecker Parlamentschefs Werner Pilger ging die Initiative von dem Bad Wildunger Stadtverordnetenvorsteher Dr. Edgar Schmal aus. Die Resolution sei im Ältestenrat diskutiert worden. Weil sich der nicht für einen gemeinsamen Antrag entschließen konnte, habe die CDU das Thema ins Parlament gebracht. Der Finanzausschuss hatte die vorgelegte Resolution beraten und gebilligt, berichtete Ausschussvorsitzender Michael Keller (SPD).

Dr. Harald Schaaf (SPD) verwies auf weitere Initiativen. Landrat Dr. Reinhard Kubat habe eine sparsame Bewirtschaftung gefordert und die CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz ließen ein neues Wassersparmodell für die Zeit der Hochsaison am Edersee prüfen (WLZ berichtete). „Wenn das alles klappt, dann finden wir, ist das ganz gut gelaufen.“

Die Resolution der vier Kommunen sei nicht falsch, räumte Susanne Günther (FDP) ein. Verwundert zeigte sie sich jedoch, dass ausgerechnet die CDU, die im Bund und im Land in der Regierungsverantwortung sitze und eine Entscheidung maßgeblich herbeiführen könnte, diese Resolution einbringe. Das merkte Martin Schwechel (FWG) kritisch an.

Aktuelle Lage am Edersee hat sich durch ergiebige Niederschläge entspannt

Einstimmig wurde der Magistrat beauftragt, sich mit den Gemeinden Edertal und Vöhl sowie der Stadt Bad Wildungen abzustimmen und sich beim Landkreis Waldeck-Frankenberg, dem Land Hessen und dem Bund für eine „Edersee freundlichere Wasserbewirtschaftung“ einzusetzen.

Nach dem trockenen Sommer und niederschlagsarmen Wintermonaten hatte es lange danach ausgesehen, dass der Edersee in diesem Jahr nicht mit einem Vollstau in die Saison starten könne. Aber ergiebige Schnee- und Regenfälle haben die Lage entspannt. Innerhalb von zwei Wochen hat sich der Stausee von knapp 50 auf über 80 Prozent gefüllt. Füllstand am 9. Februar 2021: 84 Prozent. (Von Cornelia Höhne)

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