In Corona-Krise bleiben Spenden aus: Verein sucht Unterstützer

Tierhilfe in Netze will 1200 Hühner und kranken Welpen retten - doch es fehlt das Geld

Ein Hund und ein Lämmchen sitzen zusammen auf einer Eckbank.
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„Notfellchen“ in Netze: Tierpaten, Helfer und Sponsoren werden gesucht.

Die Tierhilfe Fritzi und Freunde betreut viele „Notfellchen“ und ist jetzt selbst in Not. In Corona-Zeiten werden die Spenden knapp für Futter, Medikamente und Unterbringung der zahlreichen Tiere. „Wir suchen dringend Sponsoren und freuen uns über jeden Tierpaten“, sagt Vereinsvorsitzende Nicol Friderritzi.

Netze – 30 Pferde und Ponys beherbergt die Tierhilfe, außerdem werden Ziegen, Hunde, Schafe, Lamas, Ziervögel, Mini-schweine, Kaninchen und Enten versorgt. Trotz ausbleibender Spenden seien erhebliche Kosten zu schultern. „Allein die Zahnbehandlung von 20 Pferden war eine kostspielige Angelegenheit.“

Die meisten tierischen Schützlinge sind älter oder gesundheitlich angeschlagen. Da ist die Suche nach einem Lebensplatz nicht einfach. „Wir haben gerade zwei Lamas nach Berlin vermittelt“, ist Friderritzi glücklich über einen Erfolg. Aber die nächste Herausforderung steht schon bevor. „Wir wollen 1200 Hühner aus einem Bio-Hühnermobil vor dem Schlachten retten.“ Nach einem Aufruf in den sozialen Netzwerken meldeten sich zahlreiche interessierte Abnehmer.

Viel zu tun bei der Tierhilfe Fritzi und Freunde in Netze: Nicol Friderritzi und Tanja Recker beim Einpferchen der Schafe.

Am Samstag, 3. Oktober, von 11 bis 15 Uhr, können die Hühner in der Edertalstraße 24 gegen eine Spende abgeholt werden. Einnahmen aus einem Imbissstand sind für den Tierhilfeverein vorgesehen. Die Hühner sind zwei Jahre alt und legen noch, sagt Friderritzi. Für den Betrieb eines Hühnermobils sei die Leistung allerdings nicht mehr wirtschaftlich.

Eine Spendenaktion hat der Tierhilfeverein zudem für einen herzkranken Welpen ins Leben gerufen. Der Mischling Muscha wurde für mehrere tausend Euro operiert, außerdem steht noch eine kostspielige Nachsorge aus. Seine jungen Besitzer können diesen Betrag nicht aufbringen, sagt Friderritzi. Die Oma der Hundefreunde habe mit einer kleinen Finanzspritze aus der größten Not geholfen. „Sie hat extra einen Kredit aufgenommen.“

Neben finanzieller Unterstützung sind auch Helfer beim Tierhilfeverein stets willkommen. Kontakt für Informationen: Tel. 05634/518.

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