Tor- und Fenstertechnik Mehrhoff GmbH in Waldeck-Alraft

Chance für Fachkräftenachwuchs

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Geschick gefragt - Christian Spalding beim Fensterverglasen. 

Wer beste Produkte herstellen und vermarkten will, muss handwerkliches Fachwissen haben und in modernste Produktionstechnik investieren. Wie die Firma Tor- und Fenstertechnik Mehrhoff GmbH An der Schlagmühle in Alraft. 

„Nur so erreichen wir Effizienz und können flexibel und individuell auf jeden Kundenwunsch eingehen“, erklären die Geschäftsführer Silke und Michael Mehrhoff.

Die Geschäftsführer Silke und Michael Mehrhoff bei der Produktionsplanung. 

Aus einem kleinen Handwerksbetrieb ist einer der gefragtesten Produzenten der Region gewachsen, der heute etwa 25000 Fenster im Jahr produziert. Das Unternehmen fertigt auf 3000 m² Hallenfläche hochwertige Fenster, Türen und Tore. Der Fachbetrieb produziert exklusiv Kunststofffenster mit Profilen des renommierten Herstellers Schüco – 80 bis 100 Fenster am Tag. Außerdem bietet das Team maßgeschneiderte, technisch ausgereifte Gesamtlösungen für Privat-, Mehrfamilienhäuser und komplexe Wohnanlagen an. „Dafür ist Knowhow gefragt, denn die Anforderungen an die Einbruchsicherheit und den energetischen Standard sind heute sehr streng“, betont Silke Mehrhoff.

Der Fensterbaubetrieb der Firma Mehrhoff in Alraft aus der Vogelperspektive. 

CE-Norm, RC-Sicherheitsstandards, zertifizierte RAL-Montagen – das sind anspruchsvolle Herausforderungen, denen sich der Fachbetrieb immer wieder neu stellen muss und auch deshalb mit renommierten Prüfungsinstituten zusammenarbeitet. Vor allem der Fenstereinbau in die Fassade sei anspruchsvoll – es gelte, hohe technische Anforderungen an Sicherheit und Wärmeschutz zu erfüllen. „Schließlich zählt bei der Fensterproduktion millimetergenaue Qualität“, so Silke Mehrhoff.

Referenzen in der Region

Schon an vielen Bauprojekten im Landkreis war die Firma Mehrhoff beteiligt, beispielsweise bei der Sanierung des Korbacher Krankenhauses, der Altenpflegezentren in Willingen und Sachsenhausen oder der Schule in Goddelsheim. Außerdem produziert Mehrhoff Kunststofffenster für Tischlereibetriebe und Fertighaushersteller FingerHaus in Frankenberg. „Der Anteil der öffentlichen Projekte ist in den vergangenen Jahren gewachsen, nur noch 30 Prozent unserer Aufträge kommen aus dem Privatbereich“, so Silke Mehrhoff.

„Zum Glück verfügen wir über langjährige, gut qualifizierte Mitarbeiter – das ist unser wichtigstes Gut“, so die Geschäftsführerin. Viele aus ihrem 30-köpfigen Team kommen aus dem Tischlerhandwerk. Von der Beratung über die Fertigung bis zur fachgerechten Endmontage haben sie viel zu tun. In Zusammenarbeit mit Architekten, Planungsbüros und Bauträgern führt der Betrieb ganz unterschiedlich große Projekte aus.

Für den hohen Qualitätsstandard sorgt die moderne Technik in der Produktion. Dafür wurde Mitte der 90er-Jahre die erste Produktionshalle gebaut, die fünf Jahre später auf 3000 Quadratmeter wuchs. 2008 hat der Familienbetrieb in die Modernisierung des Büro- und Verwaltungsgebäudes investiert sowie 2015 die Sanitär- und Sozialräume renoviert. Gleichzeitig kam eine neue Software zur Optimierung des Produktionsablaufs hinzu, außerdem wurde die interne Logistik modernisiert und dieses Jahr eine neue Verglasungslinie gekauft. „Nächstes Jahr wollen wir rund 250.000 Euro in eine neue Schweiß-Putz-Linie investieren, um die gewachsenen Qualitätsanforderungen optimal zu erfüllen“, betont Michael Mehrhoff, der auch den Personalbereich erweitern möchte und vor allem junge Bewerber sucht. 12 der 30 Beschäftigten arbeiten zurzeit in der Produktion, acht in der Montage und der Rest in den Abteilungen Vertrieb/Verkauf und Verwaltung.

Silke Mehrhoff ist Kauffrau und hat die Firma vor 23 Jahren übernommen und den erfolgreichen Weg ihres Vaters Willi Mehrhoff (84) fortgeführt. Der Zimmermann und Schreiner hatte den Betrieb in den 70er-Jahren gegründet. Die nächste Generation ist mit Silke Mehrhoffs Sohn im Boot: Michael Mehrhoff ist Produktionsleiter. Der Betriebswirt und Bankkaufmann ist seit 2017 geschäftsführender Gesellschafter. Und Familienmitglied Dave Alscher, der erfolgreich seinen ift-Montagetechniker abgeschlossen hat, wird zukünftig die Verantwortung für die Montage übernehmen.

Also, ein echter Familienbetrieb mit Blick auf die Zukunft. (ros)

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