Rund 2000 Euro Schaden bei der Tierhilfe Fritzi und Freunde 

Vandalismus an Pferdeweiden bei Netze: Litze zerschnitten, Zäune zerstört

Waldeck-Netze – Die Mitglieder des Tierhilfevereins Frizi und Freunde sorgen sich um ihre 300 Schützlinge. „Unsere Zäune werden seit einigen Tagen regelmäßig zerstört und abgebaut, Tore werden geöffnet und Autobatterien gestohlen“, berichtet Vorsitzende Nicol Frideritzi.

24 der 30 Pferde des Tierhilfevereins werden auf mehreren Wiesen gehalten. In einer einzigen Woche seien siebenmal Pferde ausgebüxt, berichtet die Vorsitzende. Frideritzi ist sich sicher, dass dies mutwillig durch Vandalismus herbeigeführt wurde.

An einer sechs Hektar großen Wiese bei Selbach war der Zaun an mehreren Stellen zerstört, die Litze zerschnitten und der Zaun teilweise abgebaut worden, berichtet die Netzerin. Die Pferde rissen aus. Direkt an der viel befahrenen Bundesstraße 485 wurde die Herde wieder eingefangen, wie durch ein Wunder sei nichts Schlimmeres passiert. 

Vandalismus sei nicht nur eine Gefahr für die Tiere, verweist Frideritzi auf gefährliche Unfälle, die beim Zusammenprall mit einem 600 Kilogramm schweren Pferd passieren können. 

In einem anderen Fall haben Unbekannte an einer fest eingezäunten Wiese am Windhagen mit nur einer Zufahrt einen wuchtigen, abgesägten Baumstamm mitten auf dem Weg platziert.

Vandalismus bei der Tierhilfe in Netze: Zäune wurden zerstört und die einzige Zufahrt zu einer Weide mi t wurde einem Baumstamm versperrt. Foto: Nicol Frideritzi/pr

 Das sei im Dunkeln geschehen, ein Bekannter habe dort am frühen Abend Autolicht gesehen. 

Weidezaungerät und mehrere Autobatterien an Pferdeweiden bei Netze gestohlen

Die Unbekannten richteten mittlerweile Sachschaden in Höhe von rund 2000 Euro an, schätzt Frideritzi. Nicht eingerechnet sei der enorme Zeitaufwand. „Wir waren mehrere Tage nur mit Zaunbau beschäftigt.“ 

Gestohlen wurden ein Weidezaungerät und mehrere Autobatterien, die zum Betrieb der Elektrozäune notwendig seien. „Allein 20 Kilometer Weidezaunlitze haben wir neu gezogen“, berichtet Florian Wepner, der sich federführend um den Zaunbau kümmert. 

Mitglieder der Tierhilfe kontrollieren die Weiden mehrmals täglich, und mittlerweile auch in der Nacht. Frideritzi fordert Passanten zur Wachsamkeit auf: „Bitte haltet in Waldeck, Netze und Selbach die Augen offen!“

Mysteriös sind aus Sicht der Tierhilfe auch einige Todesfälle. Drei Schafe, eine Ziege, zwei Lamas und Hund Jesper seien verendet. „Die Polizei ist verständigt,“ sagt die Vorsitzende.

Rubriklistenbild: © Tierhilfe Fritzi und Freunde/pr

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