Vier Vereine und Organisationen bedacht

Vereinsvermögen als Geschenk: Ober-Werber Creativclub spendet zum Abschied 6000 Euro

Der Creativ-Club Ober-Werbe spendet seine Vereinskasse. Foto: Nadja Zecher-Christ

Ober-Werbe. Nach 15 Jahren kreativer Arbeit sieht der Creativ-Club seiner Auflösung entgegen.

Er war am 23. April 2004 ins Leben gerufen worden. „Mit Aktivitäten für unseren Ort und darüber hinaus fand unser Verein große Resonanz bei Jung und Alt“, sagte Schriftführerin Bianka Vöhl.

Man habe zunächst klein angefangen und gemeinsam viele schöne Stunden verbracht. „Jeden Freitag trafen wir uns, bastelten und werkelten an immer neuen Ideen“, betonte sie. Dazu gehörte die Verschönerung des Dorfplatzes mit Blumen oder der festliche Brunnenschmuck zu Ostern. „Auch manches Fest haben wir hier im Ort gerockt und viele unserer Gäste immer wieder mit leckerer Bowle oder kulinarischen Speisen verwöhnt.“ Dabei sei die Geselligkeit nie zu kurz gekommen.

Der Club habe des Öfteren einen Reisebus gechartert, um das Waldecker Land mal hinter sich zu lassen. Doch „wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören.“ Dieser Schritt sei dem Club nicht leichtgefallen. Am Samstagabend lösten die Mitglieder die Vereinskasse zugunsten gemeinnütziger Zwecke auf.

Insgesamt 6000 Euro wurden an vier Vereine und Organisationen verteilt. Die Summe geht an die Kinderkrebshilfe Korbach (2000 Euro), den Förderverein der Karl-Preising-Schule in Bad Arolsen (1500 Euro), den Förderverein Klosterruine Ober-Werbe (1000 Euro) und an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar Olpe (1500 Euro).

„Sie können sich sicher sein, dass wir das Geld zweckbestimmt zum Wohle unserer Kinder einsetzen werden“, sagte Walter Schumann, Vorstandsmitglied der Karl-Preising-Schule in Bad Arolsen. Man sponsere Klassenfahrten, schaffe Möbel und andere Utensilien an, damit sich die Kinder wohlfühlen können, und dafür werde dieses Geld verwendet.

„Bei uns sind es sehr viele anfallende Fahrtkosten“, sagte Anja Schmidt, Vorstandsmitglied Kinderkrebshilfe Korbach. Die Kinder würden meist in Kassel oder Gießen behandelt. Das seien mitunter weite Anfahrtswege für die Familienmitglieder. Man erfülle auch Wünsche von Kindern oder Familien, wenn die stationäre Behandlung durch sei.

Ortsvorsteher Wilhelm Emden als Vorsitzender des Fördervereins Klosterruine will den Betrag in die Sanierung der Klosterruine einfließen lassen. „Das Projekt soll die nächste Zeit angestoßen werden.“ Die Stadt könne dies allein nicht stemmen, weswegen jede Unterstützung dringend nötig sei. Von Nadja Zecher-Christ

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare