Literarischer Herbst klingt aus

Waldeck liest: Verein Wajuku zieht erfreuliche Bilanz von 21 Veranstaltungen in neun Orten 

Literarisches Frühstück: vorn Verlegerin Maria Schenk und die Autoren Wolfgang Schwerdt und Margarete Kunz, hinten Christine Hoffmann, Sina Kase, Dolores Mey und Christina Stöger (von links). Foto: Ursula Neubauer

Waldeck-Freienhagen. Ein Autorenfrühstück im Café Wildwuchs war ein besonderes Schmankerl zum Abschluss der  Veranstaltungsreihe „Waldeck liest“.

Bei Kaminfeuer und leckerem Frühstück stellten sechs Autoren und ein Hobbyfotograf ihre Werke vor. In zwangloser Umgebung konnten Gäste, Autoren und Künstler lesen, Bücher anschauen und signiert mitnehmen – und beim Kaffee ins Gespräch kommen.

Kinderbuchautorin Margarete Kunz erzählte, dass sie beim Vorlesen von den strahlenden Augen ihrer Enkelkinder zum Schreiben von Kinderbüchern inspiriert wurde. Wolfgang Schwerdt dagegen war schon immer an Schiffsentdeckungsreisen interessiert und liebt Katzen. Also brachte er kurzerhand den Schiffskater Pixie auf James Cooks Segelschiff und schrieb über ihre gemeinsamen Abenteuer.

Ursula Neubauer lässt in ihren Kurzgeschichten über „Opa Paul“ Erinnerungen an früheren Zeiten aufleben, und in Christine Hoffmanns Roman „Lile“ geht die abenteuerliche Reise des Keltenmädchens vom Edersee weiter.

Dolores May schreibt luftig-leichte Liebesromane mit Happy-End, und Christina Stöger begeistert die Kleinen mit ihrem Kinderbuch über einen Frosch, der seine Heimat sucht.

Unerwartet tauchte noch eine weitere Autorin auf. Die 16-jährige Sina Kase entpuppte sich als Nachwuchsautorin, die Fantasy/Cyborg-Romane auf einer online-Platform veröffentlichte. Auch Verlegerin Maria Schenk stand mit Informationen und Ratschlägen zur Seite. Am Ende waren sich alle einig: So ein Frühstück sollte nächstes Jahr wiederholt werden.

Der letzte Aktionstag des Waldecker Vereins für Jugend und Kultur (Wajuku) fand am in Niederwerbe mit Gunter und Carmen Best und Christina Stöger statt. Unter dem Thema „Meine Heimat, deine Heimat“ trafen sich kleine und große Besucher vieler Nationen, um gemeinsam zu singen, zu lesen, zu malen und zuzuhören. Unterstützt wurde die Aktion von der Flüchtlingshilfe und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Eine rundum positive Bilanz nach 21 Veranstaltungen an neun verschiedenen Orten der Stadt Waldeck zogen Wajuku-Vorsitzende Ute Wiesenberg und Stellvertreterin Sibylle Teuber-Blechschmidt. „Unser Ziel ‚Kultur für alle zum Nulltarif in Waldeck’ ist voll erfüllt worden, denn bis auf wenige Ausnahmen waren alle Veranstaltungen fast ausgebucht“, sagte Teuber-Blechschmidt und versicherte, dass das Kulturprojekt nächstes Jahr fortgesetzt wird.

Von Ursula Neubauer

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