KC Wiesenhaus schießt mit seinem Beitrag wieder den Vogel ab

Waldecker Karnevalsumzug träumt sich im Schneeregen  nach Madagaskar

Die zarten Tauben unterwegs als Schneewittchen und die sieben Zwerge (oben), den KC Wiesenhaus verschlug es nach Madagaskar und im Blindenheim ist Platz für die Irren der Welt. Fotos: Schuldt

Waldeck. Der traditionelle Umzug der Waldecker Jecken war in diesem Jahr etwas für Hartgesottene, denn bei Temperaturen um den Gefrierpunkt rieselte es aus wolkenverhangenen Himmel auch noch Schneeregen-Griesel.

Bei derart ungemütlichem Wetter und parallel zur Olympia-Berichterstattung im TV fanden darum deutlich weniger Zuschauer den Weg auf den Marktplatz in der Bergstadt. Ihrer Freude und der der Aktiven tat das aber keinerlei Abbruch, denn so fielen halt mehr Kamelle für die jüngeren sowie Becher mit feucht-fröhlichen Leckereien für die erwachsenen Zaungäste ab. Wegen der Darbietungen, der aufwändig gebauten und fantasievoll kostümierten Fußgruppen lohnte sich der Besuch bei widrigen Bedingungen allemal. Den Vogel schossen zum wiederholten Mal die „Wiesenhäusler“, bei deren Interpretation des Kino-Schlagers „Madagaskar“ wirklich allen trotz der Kälte warm ums Herz wurde. Alt und Jung zusammen beglückten vom selbst gebauten Flieger herunter mit Popcorn, Bonbons und vielem mehr das Publikum.

Die verrückte Welt der internationalen und nationalen Politik spiegelte sich in den Beiträgen ebenso wieder wie die ganz lokalen Probleme der Waldecker: die geschlossene Grundschule, der Umbau der Sachsenhäuser Grundschule mit Unterricht für die Kinder im Container oder die Tatsache, dass die Zahl der Läden in der Bergstadt zurückgeht, wie der TSV in seinem Zugbeitrag aufspießte. Gerne zogen sich nach der Ankunft auf dem Marktplatz nach vielfach donnerndem „Waldeck helau“ alle zum Kinderkarneval ins warme Bürgerhaus zurück. Heute heißt es beim Rathaussturm noch einmal, den Elementen zu trotzen.

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