Erste Prunksitzung im Bürgerhaus:

Waldecker Narren starten richtig durch in ihre 63. Session

+
Die Garde- und Marschtänze begeisterten

Mit der ersten Sitzung im Bürgerhaus hat die fünfte Jahreszeit für die Waldecker Narren endgültig begonnen.

Waldeck – Im ausverkauften Saal marschierten Garden, Elferrat und Prinzenpaare ein und sangen mit ihren Gästen, genau wie es das neue Waldecker Karnevalslied verspricht „Denn wenn das Bürgerhaus erstrahlt, ist wieder Karneval, und wir singen und wir lachen gemeinsam hier im Saal, Waldeck Helau Helau, Waldeck Helau“.

Sitzungspräsident Stefan Schaller verabschiedete die Prinzenpaare der vergangenen Kampagne Kai-Uwe I. und Cynthia I. sowie Moritz und Henriette mit einem großen Applaus. Den gab es auch für die neuen Prinzen und Prinzessinnen der 63. Kampagne.: Prinz Dennis I. und seine Lieblichkeit Elena I. herrschen nun über das Waldecker Narrenvolk. Prinz Leo I. und Lilly I. übernehmen die kleine Narrenschar.

Nach dem schwungvollen Auftritt der großen Garde stellte sich ein Ehrengast erstmals in die Bütt. Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht feierte mit gereimter Selbstironie und einigen Einblicken in die Tagespolitik eine gelungene Premiere. „Das hab ich fürs erste Mal schon schlechter gehört“ lobte Schaller.

Die Übergabe des Rathausschlüssels klappte reibungslos, und so steht einem erfolgreichen Rathaussturm am Rosenmontag nichts im Wege. Mit dabei ist dann sicher die Teenygarde, die mit ihrem Marsch Stimmung auf die Bühne brachte, bevor Gemeindepfarrer Till Anders Follmann und sein Friseur Fritz Rettberg Stimmungskiller aus der Lokalpolitik im Sketch verarbeiteten und spöttelten:

„Kyrieleis, hier in Waldeck ist das reinste Paradeis.“ Fehlentscheidungen und vertane Entwicklungsmöglichkeiten der vergangenen Jahre aus ihrer Sicht spießten sie auf.

Auf die Los Deletantos in Form von Waldecker Bergwerkszwergen freute sich das Publikum und feierte zu „Glück auf“. Atlantis-Bier und weitere gute Vermarktungsideen würdigte Außenminister Ecki Laabs unter dem Motto „Den Ideen wird Achtung gezollt, darum trinken wir auf Eintracht und Edergold“. Ein Duell zwischen dem Karneval in Köln und Waldeck brachten die zarten Tauben auf die Bühne und hatten ein „nicht ganz echtes Tanzmariechen“ in ihren Reihen.

Als vermeintlicher Chefarzt aus Fritzlar und echter Neu-Vater begeisterte Matze Siebert: Wenige Stunden nach der Geburt seiner Tochter erinnerte er mit „Atmen, pressen, stöhnen, andre Paare übertönen“ oder dem „fleischlichen Verzicht inklusive Wilke-Wurst“ an die Schwangerschaft seiner Frau und seine damit verbundenen Erlebnisse.

Dörtes Dancer brachten den „König der Löwen“ in das Bürgerhaus und Kai Uwe Neuschäfer schlug als Bierkapitän einen besonderen Reisekurs ein.

Von der Titanic-Bugfigur über Blindschleichen in Noahs Arche bis zum Zusammentreffen mit Greta blieb nichts unerwähnt. „Wir brüllten in Richtung Zöpfchenfrau, meine Oma ist keine Umweltsau.“ Der Bierkapitän wetterte über Auswirkungen von Dauerbaustellen und gesperrten Straßen: „Mehr Todesgefahr als im wilden Westen, gibt’s hier durch das Runterfallen von Ästen.“

Der Showtanz der mittleren Garde leitete das große Finale ein. Alle Aktiven des Abends und ihr begeistertes Publikum feierten zur Musik von DJ Julian einen erfolgreichen Start in die 63. Session.

Die mittlere Garde bereitete mit ihrem Auftritt die Bühne für Fritz Rettberg. Wie Jürgen Rischard ist beim Waldecker Karneval seit 50 Jahren aktiv , und beide wurden für ihrer Verdienste als erste Mitglieder zu Ehren-Elferräten der Karnevalsgesellschaft MGV TSV Waldeck ernannt. Halb so lang trägt Sitzungspräsident Stefan Schaller Narrenkappe und Verantwortung. Er freute sich über eine Ehrung für 25 aktive Karnevalsjahre. -tin-

Bildergalerie zum Karneval im Waldecker Bürgerhaus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare