52-jähriger Bewerber legt Wert auf konstruktives Miteinander 

Waldecks CDU-Bürgermeisterkandidat Jürgen Vollbracht setzt auf den Schulterschluss am Edersee

Ruhe genießen und Kraft tanken am Lieblingsplatz: Bürgermeisterkandidat Jürgen Vollbracht an der Ruine der Klinger Kirche am Ortsrand von Sachsenhausen. Foto: Conny Höhne

Waldeck-Sachsenhausen. Das Zauberwort im Wahlkampf von Bürgermeisterkandidat Jürgen Vollbracht heißt „Miteinander“.

Darauf legt der Sachsenhäuser in Parlament, Verwaltung und mit den Bürgern ebenso großen Wert wie im Tourismus, dem entscheidenden Wirtschaftsfaktor der Ferienstadt. „Wir brauchen eine gemeinsame Vermarktung der Ederseeregion mit den Anliegergemeinden,“ meint der CDU-Bewerber, der am 28. Oktober Waldecks Amtsinhaber Jörg Feldmann herausfordert.

Seine Ziele hat Vollbracht in einem Flyer umrissen, bei den Ortsbeiräten will sich der Bewerber, der vom CDU-Stadtverband nominiert worden ist, persönlich vorstellen. Dabei ist der Landwirtschaftsmeister in der Region längst bekannt. Seit 2001 mischt er in der Kommunalpolitik mit, hat Erfahrungen in verschiedenen Gremien gesammelt. Er ist amtierender Ortsvorsteher von Sachsenhausen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament und Kreistagsabgeordneter.

Auch beruflich kommt der Fahrer und Versandleiter der Bäckerei Plücker viel herum im Waldecker Land. Seine Landwirtschaft in Sachsenhausen betreibt er im Nebenerwerb, hat gerade erst die Fläche für seinen Ackerbaubetrieb von 55 auf 39 Hektar reduziert.

Bürgerbus und Bauland

Kraft tankt er gern beim Schwimmen, Wandern und Radfahren. Eine weitere Leidenschaft ist das Segeln auf dem Edersee. „Das ist leider aus Zeitmangel oft auf der Strecke geblieben“, bedauert Vollbracht. Eines seiner größten Hobbys ist die Politik – und das würde der Bürgermeisterkandidat gern zum Beruf machen.

Wichtige Themen für die Stadt Waldeck und ihre Stadtteile brennen dem Unions-Kandidaten unter den Nägeln. Besonders liegt dem vierfachen Vater und zweifachen Großvater die Förderung junger Familien am Herzen. „Es müssen dringend Neubaugebiete ausgewiesen und Bauplätze vermittelt werden“, merkt er an. „Dem demographischen Wandel müssen wir mit allen Mitteln entgegen wirken.“ Bei der Wirtschaftsförderung sieht er Handlungsbedarf für das Ausweisen neuer Gewerbeflächen. „Dafür brauchen wir eine gute Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Unternehmen.“

Ein Bürgerbus für Arztbesuche und Einkäufe könne Senioren auf dem Land entscheidend unterstützen. „Auch der Vereinsamung und Altersarmut müssen wir gemeinsam in unserer Stadt entgegenwirken.“ Ein Beitrag für mehr Sicherheit wäre aus Sicht Vollbrachts eine verlängerte Ortsbeleuchtung in den Abend- und Nachtstunden mittels der sparsamen LED-Technik.

Grundlage für erfolgreiches Wirken sei ein gutes und konstruktives Miteinander. „In unserer Stadt gibt es sehr unterschiedliche Interessengruppen. Die Aufgabe des Bürgermeisters ist es, die verschiedenen Bedürfnisse zusammenzubringen.“

5500 Wahlberechtigte aufgerufen zum Urnengang

Rund 5500 Wahlberechtigte in der Stadt Waldeck sind am 28. Oktober zur Bürgermeisterdirektwahl aufgerufen. Bislang erklärten zwei Bewerber ihre Kandidatur – der amtierende Bürgermeister Jörg Feldmann und CDU-Kandidat Jürgen Vollbracht. Die Bewerbungsfrist endet am 20. August um 18 Uhr. 

Einzelbewerber, die nicht von einer Partei unterstützt werden, benötigen für ihre Kandidatur 62 Unterschriften von Unterstützern. Eine Ausnahme stellt hier die Kandidatur eines amtierenden Bürgermeisters dar, die auch ohne Unterschriften oder Partei möglich ist. 

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