Bauzustand und Vorplanung präsentiert

18 Millionen Euro für Willinger Lagunenbad notwendig

Markenzeichen: Die Rutsche des Lagunenbads ist ein Symbol für Badespaß und stand noch nicht zur Diskussion – der Rest des Betriebs dürfte aber auf den Kopf gestellt werden. Foto: Gemeinde Willingen / pr

Willingen. Unter der einen Gebäudehälfte ist der Keller ein Totalschaden, über der anderen das Dach: Am Willinger Lagunenbad sind 18 Millionen Euro teure Arbeiten nötig.

Das Wort „Sanierung“ treffe es nicht, sagte Bürgermeister Thomas Trachte bei der Sitzung der Gemeindevertreter, viel mehr sei eine umfassende Neugestaltung des Bades nötig, das zuletzt rund 250 000 Besucher im Jahr anzog, teils müsse es neu gebaut werden.  Andreas Bremer vom Architekturbüro Bremer & Bremer stellte Bestandsaufnahme und Vorplanung vor.

Der betrieb im Bad geht ungestört weiter, die Schäden wirken sich nicht auf Sicherheit und Sauberkeit aus, sagt Miro Gronau, Leiter des Kurbetriebs.

Im Keller des 1976 errichteten Solebads schädigt Chlorid den Beton, Feuchtigkeit und Wasser treten aus. Gründe seien, dass Abdichtungen fehlten oder nicht funktionierten und die Schwellbehälter, die das von den Schwimmern verdrängte Wasser aufnehmen, nicht richtig entlüftet werden, erklärte Bremer.

Dort hingegen ist das Dach nicht mehr zu retten: Darin bindet sich Flüssigkeit aus dem Bad. „Wir haben es geöffnet und das Ergebnis war ernüchternd“, berichte Andreas Bremer: Nägel waren weggerostet, die Bretter ließen sich herausnehmen und seien stellenweise verfault. Das Bauteil, das Feuchtigkeit abhalten sollte, war laut Bremer nicht angeschlossen: „Die Dampfsperre hat noch nie funktioniert.“

Der Vorschlag des Architekten läuft darauf hinaus, für das Solebad und die darunterliegende Technik einen neuen Gebäudeteil zu errichten und den alten zu entkernen. Über das Lagunenbecken und den Eltern-Kind-Bereich müsste ein komplett neues Dach. Die Gemeindevertreter beauftragten den Gemeindevorstand, eine Machbarkeitsstudie über Bau und Finanzierung in die Wege zu leiten.

Ein Silberstreif: Durch eine Runderneuerung der Technik sind Einsparungen von mindestens 300000 Euro im Jahr möglich, erklärte Bremer.

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