Pfingsten das „Abenteuer Pilgern“ erleben

Schwalefeld: Geschichte der „Arche Noah“ auf Pilgerweg für Kinder

Pilgerweg für Kinder vorgestellt: (von links) Pfarrerin Katrin Schröter, Kirchenältester Hans-Jürgen Fehlinger aus Rattlar, Pfarrerin Stephanie Stracke und der ehrenamtliche Mitarbeiter Hans Heinrich Genuit.
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Pilgerweg für Kinder vorgestellt: (von links) Pfarrerin Katrin Schröter, Kirchenältester Hans-Jürgen Fehlinger aus Rattlar, Pfarrerin Stephanie Stracke und der ehrenamtliche Mitarbeiter Hans Heinrich Genuit.

Keine andere Bibelgeschichte wurde so oft kindgerecht umgeschrieben, wie die Heldentat von Noah. Jetzt können Kinder auf dem Upländer Pilgerweg diese Legende selbst erwandern.

Willingen-Schwalefeld – „Es war sowieso Zeit, unseren Flyer zu aktualisieren, die Stationen des Pilgerwegs wieder einmal zu erneuern, an den einzelnen Stationen neue Impulse zu setzen“, erzählt Katrin Schröter, Pfarrerin der Kirchengemeinde Schwalefeld. „Die Idee auch Kindern einen Weg anzubieten hatten wir schon im vergangenen Jahr und konnten sie endlich umsetzen“, erklärt sie.

Ebenso wie für die Erwachsenen beginnt der Weg für die Kinder in der Schwalefelder Pilgerkirche. Sie ist Start und Ziel des Pilgerwegs. Erwachsene und Kinder haben hier schon gleich die Möglichkeit sich mit vielen kleinen Aktionen auf diese besondere Wanderung einzustimmen. Im Eingang liegen Papier und Bleistift bereit für das kommende Abenteuer.

Auf dem etwa drei Kilometer langen Abschnitt zwischen Schwalefeld und der Lichterkirche in Rattlar finden Kinder unter den Stationsschildern mit Impulsen zum Nachdenken für die Großen, sechs kleine Holzschilder mit Tierbildern. Sie pausen sie ab und sammeln sie, schön der Reihe nach, für die Kirche in Rattlar ein.

„Ich bin mit Kindern aus dem Kindergottesdienst schon einmal Probe gelaufen. Die Strecke hat genau die richtige Länge für Kinder so etwa ab fünf Jahren“, berichtet Stephanie Stracke, Pfarrerin in Ratttlar, Usseln und Welleringhausen.

Schon der Start in der Pilgerkirche habe ihnen viel Spaß gemacht und nach dem ersten Rubbelschild hätten sie kaum erwarten können, zum nächsten zu kommen. Das sie dabei gut drei Kilometer gelaufen sind, sei ihnen gar nicht aufgefallen.

In Rattlar angekommen, erwartet die Mädchen und Jungen die Lichterkirche, die mit selbst gewählten Themen eine eigene, individuelle Atmosphäre schafft, man hört Musik und Gedanken für die Seele. „Schon das ist für die Kleinen ein tolles Erlebnis, sie haben viel zu entdecken. Wenn sie dann auf dem Bildschirm, wie bei einem Computerspiel, ihre Tiere wiederfinden und ein Paar bilden können ist die Freude groß“, sagt Stephanie Stracke. Sie ergänzt: „Nach einem Glückwunsch folgt ein Hörspiel, das in zehn Minuten die Geschichte der Arche Noah erzählt. Ich war überrascht, wie aufmerksam die Kinder zugehört haben. Ich denke, die Mischung aus Natur, Gemeinschaft und Technik wird eben nicht langweilig.“

Die beiden Pfarrerinnen erleben seit Beginn der Coronazeit, wie die Kirche sich verändern muss. Gottesdienste wurden abgesagt, Kirchen geschlossen und auch Aktivitäten wie Chor, Kindertreff oder Konfirmandenstunden konnten nicht stattfinden.

„Wir haben gelernt, aus unseren festgelegten Abläufen auszuscheren. Neue Ideen mussten her, um die Menschen zu erreichen. Das ist uns ganz gut gelungen. Andererseits hören wir immer wieder, wie sehr das Ritual des sonntäglichen Gottesdienstes vermisst wird. In Zukunft werden wir wohl die Balance zwischen beidem finden müssen. Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf die Kinder, die wenn sie mögen gerne schon an Pfingsten, das ‚Abenteuer Pilgern’ erleben wollen“, betonen sie.

Weitere Informationen gibt es unter kirche-willingen.de/pilgerkirche. Kontakt: Pfarrerin Katrin Schröter, Tel. 05632/6880, E-Mail: pfarramt2.willingen@ekkw.de und Pfarrerin Stephanie Stracke, Tel. 05632/ 5154, Mail: pfarramt.usseln@ekkw.de.

Von Barbara Liese

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