Zahlreiche Besucher feiern Gottesdienst und Fest der Begegnung auf dem Ettelsberg 

Alphornmesse in Willingen: Tausende folgen dem Ruf des Berges

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Alphörner: Auch in diesem Jahr kamen wieder viele Gruppen auf den Ettelsberg. 

Tausende Besucher sind am Sonntag wieder dem „Ruf des Berges“ gefolgt und haben an der diesjährigen Alphornmesse auf dem Ettelsberg in Willingen teilgenommen.

Das schöne Wetter und angenehme Temperaturen lockten viele Wanderer an. Aber auch mit der Seilbahn reisten zahlreiche Gottesdienstbesucher zum hölzernen Gipfelkreuz bei Siggis Hütte. Schon früh um acht Uhr riefen zahlreiche Alphörner mit einem musikalischen Weckruf zum ökumenischen Gottesdienst. „Der Berg ruft“ lautete schließlich auch das Motto des Gottesdienstes, der bei der Alphornmesse von insgesamt sieben Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche geleitet wurde. 

Dechant Bernd Conze und Pfarrer Christian Röhling eröffneten schließlich die Alphornmesse. Die anziehende Wirkung der Berge auf Menschen und die lange Tradition der Menschen, auf den Bergen zu Gott zu beten, stellten die Geistlichen in ihrer Bergpredigt in den Mittelpunkt. „Als sie zusammensackten, wurden sie von ihm (Jesus) aufgerichtet und sahen wieder klar“, so Conzes Zusammenfassung der neuen Auslegung der Offenbarung an die ihm gefolgten Jünger auf den Berg Sinai. „Mir ist so, als sei dieser Abstieg in Wirklichkeit ein Auftrag“, endete er seine ermutigende Ansprache. 

Dekanin Eva Brinke-Kriebel las ebenso frohe Worte aus dem Matthäus-Evangelium, Kapitel 17: „Und seine Kleider wurden blendend weiß, wie das Licht“. Weitere Passagen und Auslegungen dazu gaben die Pfarrerinnen Gisela Grundmann und Katrin Schröter.

Applaus für Pfarrer Lorenst Kuzatjike 

Mit Applaus wurde Pfarrer Lorenst Kuzatjike, Dekan des Kirchenkreises Windhoek in Namibia (Partnergemeinde des evangelischen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg) begrüßt, der sich ebenfalls mit ermutigenden Worten aus der Bergpredigt am Gottesdienst beteiligte. Der katholische Pfarrer i.R. Johannes Klocke sprach mit den vielen Gottesdienstbesuchern zum Ende gemeinsam das Glaubensbekenntnis. 

Unter den etwa 200 Musikern waren neben den Alphörnern von der Diemel, aus Bad Wildungen, Dautphetal, Bruchhausen und Willingen, aus dem Sauerland, den Niederlanden und Belgien außerdem Kapellen und Posaunenchöre von nah und fern. Auch Gesangsstücke der Hünsborner „12 Räuber“ gehörten zum Programm. 

Nach dem Gottesdienst wurde das „Fest der Begegnungen“ an Siggis Hütte gefeiert. Vom Dach der Hütte aus grüßte der 77-jährige Wirt Siegfried von der Heide die vielen Menschen, die in Feierstimmung in und bis weit um die Hütte verstreut das Waldecker Lied mitsangen, zu dem die Willinger Blaskapelle vom Dach aus spielte. 

Bürgermeister Thomas Trachte, Ortsvorsteher Jens Kramer, SPD-Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel und die SPD-Landtagskandidatin Jutta Kahler sowie CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz unterzogen gemeinsam mit den Geistlichen, die den Gottesdienst gestaltet hatten, das Hüttendach der Belastungsprobe.

Von Ute Germann-Gysen

Bildergalerie: Alphornmesse in Willingen

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