Per Kamera gesteuert

Ampelanlage in Willingen ist in Betrieb

Verkehrsprobleme am Abzweig „Zur Hoppecke“ soll die Mittwoch in Betrieb genommene Ampel lindern, erklären (von links), Jörg Führ von der Fachfirma AVT Stoye, Jannik Parsche und Stephan Brühne von „Hessen Mobil“ sowie Thomas Trachte.
+
Verkehrsprobleme am Abzweig „Zur Hoppecke“ soll die Mittwoch in Betrieb genommene Ampel lindern, erklären (von links), Jörg Führ von der Fachfirma AVT Stoye, Jannik Parsche und Stephan Brühne von „Hessen Mobil“ sowie Thomas Trachte.

Änderung in der Willinger Ortsdurchfahrt: Am Ortsausgang Richtung Brilon-Wald hat eine Ampel ihren Betrieb aufgenommen.

Willingen (Upland) – Zwei „brennende Punkte“ soll die Ampelanlage angehen, welche „Hessen mobil“ und die Gemeinde Willingen am Mittwoch an der Abzweigung „Zur Hoppecke“ in Betrieb genommen haben, berichtet Bürgermeister Thomas Trachte: erstens die gerade im Winter teils enormen Verkehrsprobleme an der Einmündung zur Bundesstraße. Und zweitens komme der Fußgängerverkehr aus Richtung Hoppecketal und Seilbahn so sicherer über die Straße zu den Supermärkten. Einen Zuweg will die Gemeinde vor Weihnachten fertigstellen.

Die Ampelanlage wird über Videodetektion gesteuert: Die meiste Zeit steht die Durchfahrt auf der Bundesstraße auf Grün, werden dort Linksabbieger oder auf der Brücke Verkehr wahrgenommen, reagiert die Anlage; auch Fußgänger können sie aktivieren. Eine zusätzliche Kamera steht knapp 150 Meter vor der Kreuzung in der Straße „Zur Hoppecke“, so das etwa nach größeren Veranstaltungen oder bei starker Ausfahrt aus dem Wintersportgebiet längere Grünzeiten geschaltet werden, erklärt Stephan Brühne, Dezernent von „Hessen Mobil“.

Der ganzjährige Ampelbetrieb soll also in ruhigen Zeiten nicht stören. Die LED-Beleuchtung verbrauche dabei auch vergleichsweise wenig Strom; und ein zeitweises Ausschalten würde den Nutzen für die Fußgänger aufheben, erläutert Brühne. Ein „Allheilmittel“ sei die Anlage nicht, erklärt er: „Aber sie kann Stau reduzieren und die Wartezeiten so gering wie möglich halten.“ Das Fazit des Bürgermeisters: „Große Probleme werden gelöst, der Verkehr ansonsten nicht beeinträchtigt.“

Als Alternative war auch ein Kreisverkehr geprüft worden, stellte sich aber als teurer und weniger effektiv heraus, erläutert Trachte. Der Tiefbau war derweil nicht einfach, erklärt Brühne: „Damit die sechs Ampelmasten standfest sind, wurden zunächst Fundamente gesetzt, anschließend wurden zahlreiche Kabel gezogen. Daran sind insgesamt 17 Signalgeber für Fußverkehr und Fahrzeuge auf der Straße angeschlossen.“

Die Fußgängerampel schafft auch einen barrierefreien Übergang. Einen positiven Nebeneffekt der Anlage nennt Trachte noch: Probleme mit zu schnellem Verkehr aus Richtung Brilon sollte reduziert werden.

Die gelbe Fahrbahnmarkierung wurde provisorisch aufgetragen, das Wetter ließ das Auftragen der weißen Markierung nicht mehr zu, erläutert Brühne. Sie soll im Frühjahr nachgeholt werden.

Der Bund hat 80 000 Euro investiert. Die Gemeinde trägt 103 000 Euro inklusive Bau des Weges zu den Märkten. (wf/red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare