Köche, Hotelfachleute, Restaurantfachmänner

Azubis der Gastronomie aus Willingen, Vöhl und Nordwaldeck verabschiedet

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„Zukunft der Branche“: Köche, Hotelfachleute, Restaurantfachmänner und eine Fachkraft im Gastgewerbe haben ihre Zeugnisse erhalten.

Waldeck-Frankenberg. Der Dehoga Waldeck-Frankenberg hat Azubis in die Gastrobranche verabschiedet - und ihnen das Beste gewünscht in einer Sparte mit Herausforderungen und Chancen.

„Ein Hoch auf Euch“, dichtete Studiendirektor Dirk Schmid Andreas Bouranis bekanntes Lied leicht um: Die Absolventen der gastronomischen Ausbildungsberufe könnten zu recht stolz auf sich sein, erklärte der Vertreter der Beruflichen Schulen Korbach-Bad Arolsen bei der Zeugnisübergabe in Willingen.

Für „interessante, schöne Berufe, die eine gehörige Portion Ideologie benötigen“, hätten sie sich entschieden, sagte Jürgen Figge, Vorsitzender der Dehoga Waldeck-Frankenberg: „Sie zählen als Fachkräfte zur Zukunft unserer Branche.“ Die Absolventen hätten ihrer eigenen Zukunft schon eine gute Statik gegeben, nun sollten sie weiterbauen, erklärte Katja Kremser-Stuhldreier, als Hoteldirektorin des „Sauerland Stern Hotels“ Gastgeberin im Gutshof Itterbach. Denn die Gastronomie sei nicht nur so krisenfest und abwechslungsreich wie kaum eine andere Branche, sie biete auch besonders viele Aufstiegsmöglichkeiten.

Auch Oliver Emde vom Willinger Gemeindevorstand betonte die Bedeutung von Weiterbildung und hielt es mit dem chinesischen Philosophen Laotse: „Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom: Sobald man aufhört, treibt man zurück.“

Die touristische Spitzenposition Waldeck-Frankenbergs halte sich nicht von selbst, befand Kreisbeigeordnete Hannelore Behle: „Wir sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen.“ Mehrfach wurde die Hoffnung geäußert, dass die Absolventen im Kreis bleiben – oder zurückkehren, nachdem sie die Welt erkundet haben. In ihren Berufen mit viel Kontakt zum Gast seien sie die „Visitenkarte der Region“ befand Dr. Peter Sacher von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg. Sie sollten ambitioniert sein: In Zeiten des Fachkräftemangels würden auch Menschen gebraucht, die sich zutrauen, ihren eigenen Betrieb zu übernehmen.

Eine gute Seite am Mangel machte Günter Kesper aus, der für den Prüfungsausschuss der Köche sprach: „Ihr Beruf hat Zukunft.“ Derweil werde die eigentliche Arbeit – die am Gast – oft von Bürokratie verdrängt.

„Das duale Ausbildungssystem wird von Eltern und Schulabsolventen nicht genug geschätzt“, bedauerte Ingrid Brüne-Frisch vom zweiten Prüfungsausschuss. Dabei biete das Berufsfeld viel: Sicherheit vor Digitalisierung, weltweite Einsatzmöglichkeiten, Selbstständigkeit als Option, sich frei zu entfalten. Vor allem: „Der höchste Lohn für das was wir tun, ist nicht, was wir dafür bekommen, sondern was wir dadurch werden.“

Die Absolventen der Gastronomie in Waldeck-Frankenberg

Hotelfachleute: Soufiane Abarchan (ECP Deutschland GmbH, Medebach), Vivien Bals (Göbels Landhotel, Willingen), Sabrina Hoppe (Landhotel Kussmann, Wrexen), Luca Joe Imöhl (Bürgerstuben Hotel, Willingen), Amely Marle Reuter (Stryckhaus Romantikhotel, Willingen), Juliane Weise (Sporthotel Freund, Oberorke), Florian Wilke (Waldhotel, Willingen) und Dana Darleen Zoost (Best Western Plus Hotel, Willingen). 

Köche: Dominik-Jens Bauer (Hotel Central, Willingen), Mike Berger (Best Western Plus Hotel, Willingen), Alina Mayer (H+ Hotel, Usseln), Jonas Olschewski (Posthotel, Usseln), Artiol Qoku (Sauerland Stern Hotel, Willingen) und Ivaylo Radomirov Radev (Willinger Brauhaus). 

Restaurantfachmänner: Bahoz Omar (Gasthaus Sauer, Asel) und René Stracke (Welcome Hotel Bad Arolsen). Fachkraft im Gastgewerbe: Leelawadee Saisoo (Café Prinzess Emma, Bad Arolsen). 

Für die besten Abschlüsse geehrt wurden die Hotelfachfrau Juliane Weise (Schnitt 1,2), der Restaurantfachmann Bahoz Omar und der Koch Jonas Olschweski

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