Usselner Jürgen Saure rodet keine Baumreste

Baumstümpfe als wertvoller Lebensraum

Unter anderem Efeu lässt Jürgen Saure aus Usseln um einen Baumrest ranken. Dort nisten Vögel, außerdem bietet blühender Efeu viel Nahrung für Insekten.
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Unter anderem Efeu lässt Jürgen Saure aus Usseln um einen Baumrest ranken. Dort nisten Vögel, außerdem bietet blühender Efeu viel Nahrung für Insekten.

Jürgen Saure ist ein großer Freund von Bäumen. Auf seinem Lindenhof unterhalb der Usselner Kirche lässt er so viele Bäume und Büsche wachsen, wie möglich. Baumstümpfe lässt er ebenfalls stehen.

Rotbuche, Haselnuss, Weiß- und Schwarzdorn, Hartriegel, Japanischer Ahorn, Kirschpflaume, Scheinzypresse, Wildkirsche, Obstbäume, Pfennigbuche, Blaue Edeltanne, Walnuss, Birke, Blaufichte, Linde, Hainbuche, Ulme, Korkenzieherhasel und Berberitze – um nur einige Baum- und Straucharten zu nennen. „Über 80 Bäume stehen auf 25 Aar“, also 2500 Quadratmetern, sagt Jürgen Saure, der schon am Tag der offenen Gärten teilgenommen hat, um für Bäume zu werben.

Sollte er doch mal einen Baum fällen müssen, belässt er die Baumstümpfe an ihrem Platz. „Es ist mir ganz wichtig, dafür zu werben: Baumstümpfe sind so wertvoll – als Rückzugsort und Lebensraum für zahlreiche Insekten und Kriechtiere. Wer sie wegnimmt, zerstört Lebensraum – und verbraucht mit dem Roden noch dazu unnötig Kraft, Zeit, Geld und Energie“, sagt der Usselner: „Was für ein Unsinn“.

Der 65-Jährige überlässt die Baumstümpfe den Tieren, die sie bewohnen oder zersetzen. Manchmal setzt er ein paar Blumen drumherum oder noch Steine dazu – „ein idealer Platz für Blindschleichen und Spinnen, die dort ihre Ruhe haben“. An einen höheren Baumstamm hat er Efeu gepflanzt, der sich dort üppig entfaltet hat. „Darin nisten Vögel sicher, für Katzen ist das Gestrüpp zu dicht. Außerdem ist die Blüte wertvoll“, weiß er. Andere werden von Wildem Wein umrankt, der sich im Herbst herrlich verfärbt.

Zwischen all den Bäumen, Büschen und Hecken, von denen viele den unterschiedlichsten Tieren Nahrung und Schutz bieten, wachsen noch Brennnesseln für die Schmetterlinge sowie Rosen, Stauden und Einjährige, die sich immer wieder selbst aussäen, fürs Auge. Farne und Funkien gedeihen an den schattigeren Plätzen. Für Jürgen Saure ein schönes, stärkendes Paradies – und nicht nur für ihn. (Marianne Dämmer)

Baumgarten vom Jürgen Saure

Jürgen Saure mit einem Baumstumpf, der mit Efeu bewachsen ist
Jürgen Saure mit einem Baumstumpf, der mit Efeu bewachsen ist
Jürgen Saure mit einem Baumstumpf, der mit Efeu bewachsen ist
Jürgen Saure mit einem Baumstumpf, der mit Efeu bewachsen ist
Baumgarten vom Jürgen Saure

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