Sesselbahn und neue Strecken ziehen Gäste an

Bikepark in Willingen hat zur Saisonhälfte so viele Besucher wie im ganzen Vorjahr

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Blumige Aussichten: Der Bikepark hat bereits die Besucherzahl des Vorjahrs eingeholt.

Willingen. Die Sesselbahn für Biker und neue Strecken zeigen Wirkung: Im Bikepark in Willingen schwellen die Besucherzahlen an.

Rund die Hälfte seiner ersten „richtigen“ Saison nach einschneidenden Änderungen hat der „MTB ZONE“-Bikepark Willingen hinter sich gebracht – sehr erfolgreich, wie die Betreiber des Parks und der Seilbahnen feststellen: Mit rund 12 000 Mountainbikern bis späten Juli liegt der Park über dem Plan und hat bereits die Anzahl der gesamten Vorsaison erreicht.

„Vor dem Hintergrund des späten Saisonstarts am 12. April und zwei Wochenenden Stillstand aufgrund späten Schneefalls ist die Besucherzahl umso positiver zu bewerten“, freut sich Jörg Wilke, Geschäftsführer der Ettelsberg-Seilbahn. Dem sei allerdings sehr gutes Wetter gefolgt.

Die gestiegene Nachfrage führen die Betreiber auf den Bau der zwei Flow-Strecken an der Sesselbahn K1 zurück. Diese für Anfänger und Familien geeigneten Pisten haben demnach den Bikepark für eine neue Zielgruppe attraktiv gemacht. „Durch die spezielle Bauweise der Anliegerkurven und Wellen vermittelt die Strecke ein dynamisches Fahrgefühl wie in einer Achterbahn. Anfänger und Kinder werden nicht überfordert und können die Sprünge jederzeit überfahren oder rollen,“ erklärt Streckendesigner und Bikeparkbetreiber Diddie Schneider. Fortgeschrittene Mountainbiker haben bei höheren Geschwindigkeiten Spaß an der Strecke. Auch für erfahrene Radfahrer, die naturbelassene Trails lieben, werde der Bike-Park bald mehr bieten, verspricht er.

Auch der Bau der Sesselbahn K1 habe sich sehr positiv bemerkbar gemacht. Die Bikehalterungen, der Komfort und die Geschwindigkeit der Bahn werden von den Mountainbikern sehr gelobt, sagen die Betreiber. K1 kanalisiere die Besucher: An der Kabinenbahn seien die Fußgänger inzwischen in der Überzahl, an der Achter-Sesselbahn die Mountainbiker.

Das sei aufgegangen: Reibungspunkte zwischen Fußgängern und Mountainbikern seien verringert worden sagt Jörg Wilke. Auch die Mitgliedschaft im Verbund der „Gravity Card“ der 20 führenden Bikeparks Europas habe neue Gäste gebracht.

Das untere Ende der beiden „Flow Trails“ ist aufgrund der Bauarbeiten an der künftigen Bikestation noch als Provisorium angelegt. Sie werden nächstes Jahr erneuert. Für fortgeschrittene Fahrer soll dort dieses Jahr noch ein kleiner Enduro-Bereich als Ausweichmöglichkeit entstehen. Zudem wollen die Betreiber diese oder nächste Saison den unteren Teil der Freeride erneuern. Aus der alten 4X-Strecke wollen sie nächstes Jahr etwas Attraktives gestalten.

Die Fertigstellung des Gebäudes, das die künftige Bikestation sowie eine Gastronomie enthält, zeichnet sich für Ende des Sommers ab. Im Winter befindet sich darin ein Skiverleih. Darum wird die Bikestation des Parks erst zum Beginn der Saison 2020 möglich sein.  red

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