Neue Nutzung für ehemaliges Ruhrkohle-Heim in Aussicht

Bleibe für unbegleitete Flüchtlinge

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In dem seit längerer Zeit leer stehenden ehemaligen Ruhrkohle-Heim in Willingen sollen unbegleitete jugendliche Flüchtlinge untergebracht und betreut werden.

WILLINGEN. Für das seit längerer Zeit leer stehende ehemalige Ruhrkohle-Heim in Willingen  zeichnet sich eine neue Nutzung ab.

Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk, das in Willingen bereits seit einigen Jahren mit großem Erfolg ein Seniorenwohn- und Pflegezentrum (Haus am Kurpark) betreibt, will in dem hoch oben am Ritzhagen gelegenen Gebäude eine Jugendhilfeeinrichtung schaffen. In dem Haus sollen voraussichtlich etwa 30 unbegleitete Kinder und jugendliche Flüchtlinge untergebracht werden (eine Mädchengruppe und eventuell zwei Jungengruppen), außerdem rund 20 Erziehungskräfte, sodass rund um die Uhr eine intensive Betreuung sichergestellt ist. Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. hc Heinrich Schnatmann geht augenblicklich davon aus, dass die meisten Jugendlichen etwa 15 bis 17 Jahre alt sind. Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk, ein als mildtätig und gemeinnützig anerkannter Verein, will die Jugendhilfeeinrichtung noch in diesem Jahr eröffnen. Wie Prof. Schnatmann am Dienstag auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung bestätigte, wird augenblicklich bereits ein Kaufvertragsentwurf erarbeitet, der kurzfristig unterzeichnet werden soll. Darüber hinaus finden noch in dieser Woche Gespräche mit der Heimaufsicht statt. Schnatmann stellte das Vorhaben am Abend auch in der Willinger Gemeindevertretersitzung vor. Wir werden darüber noch berichten.

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