„Große thematische Schnittmengen“

CDU und FDP bilden in Willingen eine Koaltion

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: v.l.n.r: (von links nach rechts und tagesaktuell negativ getestet) Christopher Leeser, Jessica Kiel, Dieter Schütz, Jörg Stremme, Karl Leyhe und Dirk Wilke.
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Freuen sich auf die Zusammenarbeit: (von links nach rechts) Christopher Leeser, Jessica Kiel, Dieter Schütz, Jörg Stremme, Karl Leyhe und Dirk Wilke, allesamt tagesaktuell negativ getestet.

Im Upländer Parlament gibt es künftig eine Koalition: CDU und FDP einigten sich auf eine Zusammenarbeit.

  • Anders als vor der Kommunalwahl gibt es im Upland künftig eine Koalition: CDU und FDP wollen zusammenarbeiten.
  • Im Zentrum aller Überlegungen stehe dabei die Weiterentwicklung der Gemeinde Willingen und nachhaltige Finanzen.
  • Weitere Themen sind etwa Bau- und Verkehrskonzepte, naturnaher Tourismus und betreutes Wohnen.

Willingern (Upland) – Als stärkste Fraktion der Willinger Gemeindevertretung hat die CDU in den vergangenen Wochen Sondierungsgespräche mit allen Parteien geführt – und sich mit den Freien Demokraten auf eine Koalition geeignet. Entscheidend seien das klare Votum der Wähler sowie die großen thematischen Schnittmengen beider Parteien, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Karl Leyhe zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Gespräche: „Bereits im Wahlkampf konnte man sehen, dass wir bei vielen Themen nahezu deckungsgleich mit der FDP waren. Das machte es allen Beteiligten natürlich sehr einfach, einen sachlichen Konsens zu erzielen.“ Aus der Kommunalwahl ging die FDP als zweitstärkste Kraft hervor und löste die SPD ab. Das Wahlergebnis sei ein „klares Votum des Bürgers für stabile politische Verhältnisse mit einem hohen Maß für wirtschaftliche Kompetenz“.

Die Parteien einigten sich darauf, die gemeinsamen Ziele in einer Koalitionsvereinbarung zu fixieren. Im Zentrum aller Überlegungen der Upländer Koalition stehe die Weiterentwicklung der Gemeinde und ihrer Bürger sowie eine strategische Planung zur nachhaltigen Entwicklung der kommunalen Finanzen – auch im Hinblick auf die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

„Als Tourismushochburg sind wir im Upland von der Corona-Krise besonders hart getroffen, so dass uns als Gemeinde die finanziellen Auswirkungen dieser Pandemie in den kommenden Jahren sehr stark beschäftigen werden“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Schütz. Vor diesem Hintergrund seien stabile politische Mehrheitsverhältnisse besonders wichtig: Mit der CDU ließen sich ein ganzheitliches bauliches Entwicklungskonzept für das Upland und ein schlüssiges Verkehrskonzept in Willingen ermöglichen.

Touristische Entwicklung WIllingens und Betreutes Wohnen sind Themen

Ein weiteres gemeinsames Ziel ist Tourismus mit Natur- und Klimaschutz zu verbinden. Die CDU hatte bereits im Februar einen entsprechenden Antrag eingebracht, den die FDP unterstützte. „Naturnaher und klimaneutraler Tourismus ist für das Upland die Chance für die Zukunft“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionschef Jörg Stremme. Es gelte Angebote noch breiter zu fächern und noch mehr Familien für Urlaub im Upland zu begeistern. „Die Renaissance des Ski-Langlaufs beispielsweise, die wir in diesem Winter erlebt haben, sollten wir umgehend nutzen und mittels Digitalisierung attraktiver gestalten“, so Stremme.

„Wir sind uns mit unserem Koalitionspartner einig, dass wir gemeinsam ein weiteres wichtiges Thema für das Upland auf den Weg bringen werden und die politischen Rahmenbedingungen schaffen wollen, um dauerhaft gute Angebote für betreutes Wohnen vor Ort zu ermöglichen“, spricht Jessica Kiel als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP einen Punkt an, für den sich die Liberalen in der vergangenen Wahlperiode stark machten.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren zum Wohle des Uplands. Gerade zwischen den Vertretern von CDU und FDP gibt es gute zwischenmenschliche Kontakte, die immer die Basis für gute politische Entscheidungen sind“, so die Ortsverbandsvorsitzenden Christopher Leeser (CDU) und Dirk Wilke (FDP) abschließend unisono. (red)

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