Spende an Kinder- und Jugendhospiz Bethel

Eimelroder sammeln im Advent 4000 Euro für guten Zweck

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Bei Budenzauber und „Lebendigem Adventskalender“ haben Vereine, Kirche, Kindergarten, Ortsbeirat und viele Spender sich zusammengetan, um das Kinder- und Jugendhospiz Bethel zu unterstützen.

Willingen-Eimelrod. Das ganze Dorf packt mit an, am Ende gibt es 4000 Euro für den guten Zweck: Vom schönen Advent in Eimelrod profitieren erkrankte Kinder.

Das „Budenzauber-Fieber“ hat im Advent Eimelrod erfasst und sich auch beim wöchentlichen „Lebendigen Adventskalender“ fortgesetzt – am Ende stand eine Spende von 4000 Euro, welche Vertreter der gesamten Dorfgemeinschaft für die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes Bethel weitergegeben haben.

Das Spendenziel für den gemeinsamen Aufwand von Gesangverein, Posaunenchor, Feuerwehr, Sportverein, Landfrauen, Verkehrsverein, dem Naturkindergarten Wurzelzwerge samt Förderverein, Ortsbeirat und Kirchengemeinde war klar: Die Eimelroder Familie Becker hat selbst einen Sohn, der die bedachte Einrichtung besucht. Sie steht auch Kindern mit lebensbedrohlichen und -verkürzenden Erkrankungen offen, der fünfjährige Mats-Till hat eine nicht näher diagnostizierte neurologische Erkrankung.

Für die dritte Auflage des Weihnachtsmarkts für Jung und Alt hatten die Eimelroder das Konzept geändert und den „Budenzauber“ ins Leben gerufen: Die Einwohner stellten Anhänger und Deko zur Verfügung, brachten Muskelkraft und Organisationstalent ein, spendeten allerlei Festbedarf und plünderten die Glühweinbestände des Ortes restlos. „Wir hatten volles Haus, Jung und Alt hat es gefallen“, zieht Ortsvorsteherin Henrike Habermann-Diez Bilanz. Nicht nur aus den Verkäufen kamen Spenden zusammen, auch die aufgestellte Box wurde gut gefüllt.

Sie war auch beim „Lebendigen Adventskalender“ dabei: Jeden Donnerstag trafen sich die Eimelroder am Tannenbaum und suchten Adventstürchen in einer Ecke des Dorfs auf, um ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. In der Spendenbox landeten so schon mal 300 Euro pro Abend.

Nicole und Mario Becker nehmen die Spende mit ihren Söhnen Mats-Till und Jan-Hendrik entgegen und geben sie an das Kinder- und Jugendhospiz weiter. Teile des Angebots bei Bielefeld bezahlen die Krankenkassen, doch Musik- und Bewegungstherapien sind komplett auf Spenden angewiesen. Über die aufwendige 24-Stunden-Pflege hinaus, welche bis zu vier Wochen im Jahr zur Entlastung der Eltern nutzbar ist, gebe es ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement, berichten Nicole und Mario Becker.

Für das Engagement daheim sind sie dankbar: „Es kam aus allen Vereinen so viel Unterstützung – das ist das Geheimrezept“, sagt Mario Becker. Nicht zu vergessen sei, dass über die Vereine auch der Nachbarort Hemmighausen dabei gewesen sei, fügt Henrike Habermann-Diez hinzu. Nach dem großen Erfolg bestehe der Wunsch, die Aktion nächstes Jahr zu wiederholen.

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