Beim Digitalfunk hapert es noch

Feuerwehrleute in Willingen waren  mehr als 2500 Stunden im Einsatz

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Die Vorstandsriege bei der Willinger Feuerwehr: (von links) Michael Emde (Stv. Gemeindejugendfeuerwehrwart), Eckhard Vogel (Ortsvorsteher), Thomas Trachte (Bürgermeister), Jürgen Querl (Gemeindebrandinspektor), Jürgen Schalk (Stv. Gemeindebrandinspektor), Björn Schröder (Schriftführer) und Eberhard Henkelmann (Kreisvorstand).

Willingen. Insgesamt sind die Willinger Feuerwehren gerätetechnisch und ausbildungsmäßig gut aufgestellt, nur beim Digitalfunk hapert es noch gewaltig. Bei der Jahreshauptversammlung der Willinger Feuerwehren zog Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl eine insgesamt positive Bilanz.

237 Männer und 14 Frauen sind in neun Ortsteilen aktiv. Es gab neun Brandeinsätze, 84 Hilfseinsätze, 24 Fehlalarme und 11 Brandsicherheitsdienste, insgesamt ein Aufwand von 2538 Stunden. Die Fehlalarme sind zwar gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, aber immer noch recht hoch. 

Die vielen Hotels sind alle mit automatischen Brandmeldeanlagen ausgestattet, die oft Fehlalarme erzeugen. „Wir müssen dann immer mit 22 Mann ausrücken“, ärgert sich der Einsatzleiter über die vergeudete Zeit.

Guter Leistungsstand

Der Leistungsstand sei gut, Kritik übte Querl aber daran, dass einige Kameraden etwas nachlässig mit der Aktualisierung ihrer Atemschutzlehrgänge umgingen. Alle Gerätehäuser seien auf einem guten Stand, in Bömighausen solle spätestens 2020 ein neues Haus entstehen, sagte der Gemeindebrandinspektor.

Ein unendliches Thema sei der Digitalfunk, so Querl. Anfang Mai 2017 sei das Funk- und das Handynetz in der gesamten Großgemeinde ausgefallen, sodass keine Alarmierung möglich gewesen sei. Die Gerätehäuser seien daraufhin für den Notfall mit Personal rund um die Uhr besetzt worden.

Beim Sturmtief Friederike habe ein Baum eine Leitung zerstört. Die Folge war wieder der Ausfall des Funks. Die Feuerwehr habe sich dann über WhatsApp selbst alarmiert, sagte Querl. In Zukunft sind zwei neue Sirenen für Willingen geplant. Sieben neue Basisstationen sollen kreisweit für die Verbesserung des Funknetzes sorgen, informierte der Gemeindebrandinspektor.

Beim Skispringen im Einsatz

Insgesamt 1800 Stunden waren die Willinger Feuerwehrleute im vergangenen Jahr für Großveranstaltungen wie das Skispringen oder das Schlagerfestival im Einsatz. „Keine Gemeinde hat mehr Großveranstaltungen“, so Querl.

Der stellvertretende Jugendwart Michael Emde berichtete vom feuerwehrtechnischen Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehren, aber auch von diversen Spaßveranstaltungen wie Fußballspiel, Schwimmbad und Zeltlager. Mitgliedergewinnung stehe für die Zukunft ganz oben auf der Agenda der Jugendfeuerwehren, sagte er.

Bürgermeister Thomas Trachte dankte im Namen der Gemeinde für den Einsatz der Feuerwehren im Dienste der Allgemeinheit und versprach auch weiterhin ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr.

Anschließend gab es noch Brandschutzehrenzeichen, Anerkennungsprämien, Leistungsabzeichen und Beförderungen für eine Reihe von Kameraden. (os)

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