23 000 Euro: Förderverein spendet Defibrillatoren für alle Upländer Ortsteile

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Defibrillatoren für die ganze Gemeinde gespendet: Herbert Trachte (vorne) und Fritz Göbel (4. von rechts) überreichen symbolisch die Geräte an die Ortsvorsteher und Bürgermeister Thomas Trachte. Domenico Cullotta (rechts) hat Nutzer eingewiesen.

Willingen. Elf potenzielle Lebensretter hat der Förderverein für Alten- und Krankenhilfe besorgt: In jedem Ort der Uplandgemeinde ist damit ein Defibrillator zu finden.

„Damit können im Falle von Herzproblemen Sofortmaßnahmen ergriffen werden“, erklärte Herbert Trachte bei der offiziellen Übergabe, die er gemeinsam mit Fritz Göbel vornahm.

23 000 Euro hat der Verein sich das kosten lassen. „Die Investition lohnt sich, wenn auch nur eine einzige Person gerettet werden kann“, befand Domenico Cullotta vom Roten Kreuz – er hat in den einzelnen Ortsteilen Bürger in die Benutzung der Defibrillatoren eingewiesen. Das Gerät sei derweil leicht zu bedienen, leite den Nutzer per Video an und führe ihn auch durch die Erste Hilfe.

Es kommt im Falle eines plötzlichen Herztodes zum Einsatz: „Da zählt jede Minute“, sagt Cullotta und meint es wörtlich: Alle 60 Sekunden falle die Wahrscheinlichkeit der Wiederbelebung um zehn Prozent. Bis der Rettungswagen eintreffe, gehe viel Zeit verloren.

„Etwas wertvolleres, als in lebensrettende Maßnahmen zu investieren, kann man kaum tun“, bedankte sich Bürgermeister Thomas Trachte bei dem Verein, der zur Unterstützung der Krankenpflegestation gegründet wurde und sich für Beratung und Betreuung älterer Menschen über den Förderkatalog hinaus einsetzt. Die Gemeinde selbst habe sich bislang nur einzelne Geräte leisten können und ist für Anbringung und Wartung zuständig.

Zu finden sind Defibrillatoren nun in Willingen im Rathaus, im Besucherzentrum, im Lagunenbad, im Uplandstadion und im Vorraum des Kurparks; in Usseln zwischen Diemelsaal und Bürgerbüro, in Schwalefeld im Vorraum des alten Kirchsaals, in Rattlar im Vorraum der alten Schule, in Eimelrod und in Hemmighausen in den Vorräumen der DGHs, in Neerdar am Seiteneingang des Feuerwehrgerätehauses, in Bömighausen an der Bushaltestelle in der Dorfmitte und in Welleringhausen im Feuerwehrgerätehaus. Die Geräte sind rund um die Uhr erreichbar.

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