Schützenhalle voll besetzt

Frieda Braun begeistert in Usseln mit Programm "Erstmal durchamten"

Lieferte zwei Stunden lustiges Kopfkino: Fried Braun gastierte mit ihrem neuen Programm „Erstmal durchatmen“ in der Usselner Schützenhalle.
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Lieferte zwei Stunden lustiges Kopfkino: Fried Braun gastierte mit ihrem neuen Programm „Erstmal durchatmen“ in der Usselner Schützenhalle.

Willingen-Usseln. Frieda Braun hat mit ihrem Programm "Erstmal durchatmen" in Usseln begeistert – und verraten, warum sie eigentlich so gerne ins Upland kommt.

Es sind schon freundschaftliche Bande, die die Usselner Schützengesellschaft mit der Winterberger Comedy-Künstlerin Karin Berkenkopf verbinden. Am Samstag sorgte sie in ihrer Paraderolle der „Frieda Braun“ wieder für eine vollbesetzte Schützenhalle und schenkte dem Publikum gute zwei Stunden lustiges Kopfkino.

Ohne Requisiten, allein durch ausgeprägte Mimik und Gestik, hatte die Künstlerin den Saal ab der ersten Minute unter Kontrolle. Auch im neuen Programm „Erstmal durchatmen“ erleben Friedas Freundinnen aus der „Splittergruppe“ ihre Abenteuer im Sauerland, die sich aus vertrackten Alltagssituationen oder verwegenem Mut zur Weltoffenheit ergeben.

Begrüßungsrituale boten den thematischen Einstieg zu Peinlichkeiten, die entstehen können, wenn es zu Gruppenumarmungen kommt, wie „es Mia“ beim „Rudi“ neulich erleben musste. Für das Treffen hatte Mia ein Duftwasser aufgetragen und auch Rudi hatte seinen Körper parfümiert. So kam es unter Rudis Arm zu einem Ringkampf zwischen Bruno Banani und Tosca, den „es Tosca“ gewann, nachdem Mia ihren Kopf befreien konnte.

Schwieriger war Friedas Situation, deren Ohrring sich in Bertas Bernsteinkette verhakt hatte. Schlimmer noch als die minutenlange, unbequeme Körperhaltung irritierte sie die im Bernstein eingeschlossene Urzeit-Fliege, mit der sie sich jetzt Auge in Auge befand. Der Saal tobte.

Hatte Berkenkopf mal einen Hänger im neuen Programm, dann machte sie mit kurzem Blick ins Konzept keinen Hehl daraus: „Jetzt hab ich den Faden verloren – Ach, das muss ich Euch noch erzählen. Da hättet Ihr Euch geärgert, wenn ich das vergessen hätte.“ 

Mit dem rollenden „r“, das die Darstellerin auszeichnet, entführte sie die Zuschauer in die Welt des Yoga („Sind Yoguretten im Raum?“), beschrieb die Funktion von Pedicure-Fischen und behandelte den Herpes, der „in Mia wohnt“ und der sich aus ihrem Körper heraus auf die Lippe kämpft, wenn sie die Tupperdose mit dem gewölbten Deckel öffnen muss. Ob der Kinder selbst gebastelte Geschenke, St.-Martin-Darsteller mit Pferdephobie oder die peinliche Überraschung bei Fines und Ottos Küchentisch-Erotik, kein Thema war Frieda fremd.

Nach der Zugabe blieb die Künstlerin noch, bis jeder, der wollte, eine Autogrammkarte in den Händen hielt. Mit Ralf Heine, der die Künstlerin ankündigte, ist sie per Du. Die Bühnenprogramme schreibt die ehemalige Werbetexterin aus Winterberg selbst. Der WLZ verriet sie in der Pause, dass sie immer gern nach Usseln komme, schon wegen des liebevollen Caterings – und ließ sich den Streuselkuchen von Heines Schwiegermutter Margret schmecken.

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