Coronakrise – Cafés in Usseln und Willingen wieder geöffnet

Hoffnung auf Tourismus

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Bei den Gastronomen ist zurzeit Optimismus gefragt.  

Nach dem Lockdown in der Coronakrise kommt die Wirtschaft langsam wieder in Gang. Seit Freitag, 15. Mai, dürfen die Restaurants und Cafés wieder öffnen. Allerdings verzichten einige Betriebe auf ihren Neustart mit Blick auf die hohen Kosten durch umfassende Abstands- und Hygienevorschriften.

Nicht so Bäckerei und Konditorei Schumann, die drei Cafés betreibt: am Stammhaus in Usseln, am Kurpark sowie am Brunnenplatz in Willingen. Seit Freitag laden hier wieder Köstlichkeiten zum Verweilen und Genießen ein. „Wir freuen uns, wieder für unsere Kunden da zu sein“, zeigt sich Geschäftsführer Kai Schumann erleichtert. Der ausbleibende Tourismus hat das Unternehmen wie viele andere Upländer Betriebe besonders stark getroffen. „Unser Umsatzverlust liegt zurzeit bei etwa 90 Prozent. Zum Glück können wir als relativ kleiner Familienbetrieb flexibel sein – sowohl bei den Ladenöffnungszeiten als auch beim Sortiment. So können wir Kosten sparen und trotzdem weiterhin frisch produzieren“, betont der Konditormeister. Zu seinen vielen Spezialitäten gehört das selbst produzierte Eis, von dem in zwei der drei Cafés zurzeit „nur“ zehn statt 21 Sorten angeboten werden. Doch bei den Backwaren – etwa bei den Brötchen, Torten und anderen Kuchen – gebe es weiterhin fast alle Sorten.

„Klar, die Coronakrise ist für uns ein Balanceakt. Die Geschäfte haben wir in den vergangenen Wochen auch mit Rücksicht auf unsere Stammkundschaft offen gehalten“, sagt Kai Schumann und freut sich, dass nach der Wiederöffnung schon wieder einige Wanderer und Biker in seine Cafés gekommen sind.

Trotz aller Schwierigkeiten sieht Kai Schumann zuversichtlich in die Zukunft. Vor allem mit Blick auf die zu erwartende Erholung des Tourismus. Zu 80 Prozent hänge der Umsatz seines Unternehmens davon ab. Und die Zeichen stehen für die örtliche Gastronomie nicht schlecht, denn in Willingen heißen Hotels, Gastronomen und Freizeitbetriebe ihre Gäste schon wieder willkommen.

„Also wird es höchste Zeit für die Lockerungen. Zumal in der Gastronomie ohnehin keine größeren Menschenaufläufe zu erwarten sind, schon weil die Menschen in der Krise sparsam sind“, meint Schumann und betont: „Auf die Abstands- und Hygieneregeln haben wir uns bestens eingestellt. Auf den Toiletten unserer Cafés gibt es Desinfektionsspender. Unsere Mitarbeiter tragen Mundschutz, zudem bieten wir Masken zum Verkauf an. Außerdem haben wir in ein spezielles Tischdesinfektionsmittel investiert, das nach jeder Belegung zum Einsatz kommt.“   

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