Förderung für Anlage Willingen/Schwalefeld

Gemeinde Willingen geht Klimaschutz durch Klärwerk-Erneuerungen an

klärwerk bzw Kläranlage für Willingen und Schwalefeld
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Hohen Energiebedarf haben Klärwerke: In der Anlage für Willingen und Schwalefeld soll der Austausch von Belüftern.

Die Gemeinde Willingen hat ihre Bemühungen intensiviert, das Klima zu schützen. Erste große Erfolge kann sie nun beim Abwasser vorweisen.

  • Seit einem Jahr setzt die Gemeinde Willingen eine Mitarbeiterin als Klimaschutzbeauftragte ein, die alle kommunalen Aufgaben durchleuchtet.
  • Als ein Energiefresser wurden die Klärwerke ausgemacht: In Willingen/Schwalefeld gibt es Förderung, um die Belüfter auszutauschen.
  • In Usseln ist derweil der Einsatz von Photovoltaik geplant, um den Strombezug zu verringen.

Willingen (Upland) – Seit gut einem Jahr hat die Gemeinde Willingen in Dana Sinemus eine Klimaschutzbeauftragte: Viele Felder gibt es dabei zu bearbeiten, nun vermeldet die Kommune den ersten Erfolg: Das Land Hessen fördert die Ertüchtigung der Kläranlage Willingen/Schwalefeld mit 180 000 Euro.

„Gerade bei Kläranlagen ist der Energieverbrauch enorm hoch“, erklärt Dana Sinemus. Eine Energieeffizienz-Analyse ergab mehrere Maßnahmen zur Linderung: „Einige haben wir schon umgesetzt, beim Austausch der Belüfter standen die höchsten Kosten an“, erklärt sie – besagte 180 000 Euro, die ein Einsparpotenzial von rund 30 Prozent bedeuten.

Bei der Förderung für Kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte ist eine hohe Förderquote von 90 Prozent vorgesehen – die restlichen zehn Prozent gibt es dazu, weil Willingen 2009 eine der hessischen Klimakommunen wurde. Dieser Schritt habe sich als richtig erwiesen, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte.

Durch Photovoltaik soll die Kläranlage in Usseln weniger Energie beziehen müssen.

Als nächstes Projekt steht an, die Kläranlage in Usseln mit Photovoltaik zu versehen, um ihren Bedarf an Energie teilweise zu decken. Ob Förderung erlangt werden kann, steht noch nicht fest, geplant ist der Schritt aber. In ihrem Jahr als Klimaschutzbeauftragte haben sie die gemeindliche Arbeit überprüft und geschaut, wo etwas zu tun ist, wie es sich umsetzen lässt und ob Fördermöglichkeiten dafür bestehen, umreißt Dana Sinemus ihre Tätigkeit.

Die Gemeinde plant derweil weiter, erläutert Thomas Trachte: In nächster Zeit soll der Gemeindevertretung eine Bestandsanalyse vorgelegt werden, um dann ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Das müsse mit der Politik noch besprochen werden, aus Trachtes Sicht ist die Richtung aber klar: so dicht wie möglich an Klima-Neutralität herankommen. „Das ist das hohe Ziel im Gemeindevorstand – und das halte ich für gerechtfertigt.“ (wf)

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