Gute Strukturen für Ärzte

Gesundheitsnetzwerk PORT in Willingen und Diemelsee: Positive Bilanz nach erstem Jahr

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Meilenstein 2018: Case-Managerin Ingrid Potthoff (4. von links) hat ihren Dienst im August angetreten. Im Verein wirken auch  Dr. Dirk Bender, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frse, Thomas Trachte, Katharina Kappelhoff und der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker mitarbeiten.

Willingen (Upland). Das Gesundheitsnetzwerk PORT gilt nach dem ersten Jahr als Erfolg. Verstärkt soll sich nicht nur um Pflege, sondern auch um Prävention gekümmert werden.

Das Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee komme gut an, berichte Projektkoordinatorin Katharina Kappelhoff den Willinger Gemeindevertretern. 40 Patienten wendeten sich an die „Case Managerin“, das Versorgernetzwerk im Gesundheitswesen sei aufgebaut und das Projekt sei in nah und fern bekannt geworden. Vor einem Jahr hat das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt seine Arbeit aufgenommen.

„Nachdem im vergangenen Jahr der Umgang mit erkrankten Menschen im Mittelpunkt stand, geht es 2019 verstärkt darum, Krankheiten zu verhindern“, kündigte Katharina Kappelhoff an. Zur Prävention diene zum Einen ein Gesundheitstag am 30. März im Besucherzentrum. Und zum anderen soll im Sommer ein Gesundheitsmanager eingestellt werden, der zum Thema Vorbeugung berät – Geld aus dem europäischem Förderprogramm Leader macht es möglich.

„Da haben wir wieder die Idee des Kümmerers, wie bei der Versorgungslotsin“, erläutert Katharina Kappelhoff. Seit August hilft Ingrid Potthoff als „Case Managerin“ Menschen mit komplexen Erkrankungen, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben oder nach einem Krankenhausaufenthalt schnell wieder in den Alltag zu finden – es gebe Signale, dass die Krankenkassen diese Leistung übernehmen wollen. Ihre Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 17 Uhr im Neuen Weg 7 in Willingen, sie macht aber auch Hausbesuche: Telefon 0151/61383812.

Derweil werden Ehrenamtliche gesucht, die ans Haus gebundene Menschen besuchen. Gearbeitet wird auch daran, Daten zwischen Hausarzt und Krankenhaus schneller auszutauschen. Das Projekt habe auch einen ganz neuen Zugang zum Thema ambulante Kur ermöglicht, so Bürgermeister Thomas Trachte.

PORT samt Versorgungslotsin und die Vernetzung der Gesundheitsanbieter haben eine weitere Auswirkung, berichtete Thomas Trachte: „Das sind Qualitätsmerkmale für die Entscheidung von Ärzten, wo sie ihre Praxis aufmachen.“ Katharina Kappelhoff bestätigte, dass Anfragen auf Blockpraktika im Kreis sich auf Willingen konzentrieren. „Für die Lösung des Ärztemangels sind pragmatische Ansätze nötig“, so Trachte – und PORT nehme den Ärzten Arbeit ab.

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