Unterwasserwelt gesprüht

Graffiti-Lektion mit dem Mädchenbus in Usseln

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Kunstwerk gesprüht: Die Mädchen vor ihrem Werk, mit Teamleiterin Sabine Schreiner (2. von rechts).

Willingen-Usseln. Der Mädchenbus Nordhessen macht zwar öfters Station im Landkreis, auch in Usseln. Aber diesmal war es eine Extratour.

Speziell für die „coolen“ Mädchen im Dorf hielt der Bus: Die „tolle Truppe“, so Sozialpädagogin und Teamleiterin Sabine Schreiner, hatte sich nämlich immer schon einen Graffiti-Workshop gewünscht.

„Wir wollten das unbedingt“, betonen die Teenies. Ihr Drängen hatte Erfolg. Die Gemeinde unterstützte das Projekt durch finanzielle Hilfe und Bereitstellung einer geeigneten Fläche. Das Mädchenbus-Team machte mit und engagierte die Graffiti-Expertin Linda Alphei aus Kassel. Organisiert hatte das Ganze Sophie Pickan vom Projekt Mädchenbus Nordhessen.

Bei einem Vorbereitungstreffen von Betreuern und Mädchen wurden die nötigen Kenntnisse vermittelt: was ist bei Graffiti technisch zu beachten, welches Thema soll angegangen werden, wie werden Skizzen gezeichnet. Daheim mussten die Mädchen sogar üben, ehe sie am Samstag die eigentliche Graffiti-Kunst gegenüber des Usselner Freibads sprühten. 

Voll motiviert, begeistert und mit „mehr als Spaß“ bei der Sache gingen sie dort ans Werk. Acht Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren, bis auf eine Eimelroderin alle aus Usseln, gestalteten eine Unterwasserwelt mit Fischen, Quallen, Seepferdchen und einer Wasserschildkröte. Graffiti bedeutet eben keine blöde Schmiererei, sondern kann wie hier gekonnt als echte Kunst gelten. maedchenbus.de

Von Ursula Trautmann

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