Aufmerksamkeit für Projekt geweckt

Hochheidetag auf dem Kahlen Pön bei Usseln gefeiert

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 Benedikt Wrede und Holger Krafft von der Biologischen Station HSK führten Wanderer Über die Heide.

Willingen-Usseln. Der Hochheidetag bei Usseln hat auf eine besondere Landschaft aufmerksam gemacht: Auf den Bergheiden hat Kultur die Natur geprägt - und viel ist nötig, um sie zu bewahren.

Zwischen dem sanften Lila der im Wind wiegenden Besenheide und den sich in der Wärme des Mittags ausruhenden Schafen und Ziegen hat sich gestern viel Besuch auf dem Kahlen Pön bei Usseln eingefunden: Beim Hochheidetag stand die besondere Landschaft mit all ihren Facetten im Mittelpunkt.

„Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir“: Zum Rudelsingen kamen rund 80 Gäste und gaben zusammen mit den Eisenbergmusikanten Eckart Kuhnhenn und Horst Sude passende Titel zum Besten. Das Panorama diente auch als Grundlage für einen Gottesdienst: „Das alles hier gibt einem das Gefühl, hier oben dem Himmel etwas näher zu sein“, befand Ursula Beste, Gemeindereferentin im Ruhestand. Die Natur zu erleben, gebe Kraft. Und deshalb, fügte Pfarrerin Gisela Grundmann hinzu, dürfe die Schöpfung niemandem egal sein – der Mensch habe den Auftrag, das Erlebte zu bewahren und weiterzutragen.

Es brauche intensive Pflege, um die europaweit seltenen Heiden zu erhalten, hatte Bürgermeister Thomas Trachte zur Begrüßung erklärt. Deshalb haben die Naturparke Diemelsee und Sauerland-Rothaargebirge ein Bergheidenprojekt gestartet, um sie zu bewahren und zu erweitern.

Wie besonders die durch die menschliche Nutzung entstandene Landschaft ist, verdeutlichten Themenwanderungen. Benedikt Wrede und Holger Krafft von der Biologischen Station HSK führten auf schmalen Pfaden durch Besenheide, Blaubeer- und Preiselbeersträucher. Wichtig sind die Heidepfleger der Bigger Werkstätten: Schafe und Ziegen fressen Gräser und Gehölze weg und geben der Heidevegetation die Möglichkeit, zu wachsen. Wo das nicht geschehe, werde sie schnell überwachsen. So auch in angrenzenden Wäldern: Die Spuren der Heide seien noch klar zu sehen – und das Potenzial für ihre Rückkehr.

Die Bildergalerie zum Hochheidetag

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