Wahlkampfvisite im Upland

Julia Klöckner spricht in Welleringhausen über Dürrehilfen

Mit Landwirten im Gespräch: Landwirtschaftministerin Julia Klöckner auf Wahlkampfbesuch in Welleringhausen.
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Mit Landwirten im Gespräch: Landwirtschaftministerin Julia Klöckner auf Wahlkampfbesuch in Welleringhausen.

Welleringhausen.  Wieso beteiligt sich der Bund an Dürrehilfen, wie werden sie fair verteilt und was ist in Zukunft zu tun? Die Bundeslandwirtschaftsministerin gab bei einer Stippvisite Auskunft.

38 Tage vor der hessischen Landtagswahl hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Familienbauernhof Faß in Welleringhausen besucht und vor Dutzenden Vertretern der Landwirtschaft gesprochen. Prägendes Thema war die Dürre und die Nothilfen: Donnerstag entscheidet der Bundesrat über die 170 Millionen, die der Bund zum ebenso großen Anteil der Länder beisteuern soll.

Nur bei Vorfällen nationalen Ausmaßes kann er sich einschalten: „Den verkünden Sie ja nicht aus dem Bauch heraus“, erklärte Julia Klöckner das Abwarten der Erntebilanz. Möglich sind schon Abschlagszahlungen und Stundungen bei Steuern und Sozialabgaben. 

Voraussetzung für Entschädigungen sollen Einbußen von 30 Prozent sein, dann wird der Bedarf des Betriebes geprüft – welche Rolle das Privatvermögen dabei spiele, fragte der Welleringhäuser Landwirt und Kommunalpolitiker Friedrich Pohlmann. „Altenteile spielen keine Rolle“, erklärte Julia Klöckner. Da sich aber auch große Firmenkonstrukte um Nothilfe bewerben, sei die Prüfung nötig.

Derweil ging sie auch auf die Forderung ein, für die Zukunft eine steuerfreie Rücklage einzurichten, in die Landwirte das Geld von einem Jahr als Risikoausgleich einzahlen können. Das sei für große Betriebe möglich, für kleine aber oft nicht. Wem dann im Notfall noch geholfen werden könne, sei kaum zu beantworten.

Ein weiteres Thema war das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 1. Januar. Sie verstehe die Sorgen der Landwirte, im Parlament gebe es aber bislang keine Mehrheit dafür, das Gesetz zu verschieben, nachdem die Viehhalter fünf Jahre Zeit hatten, nach Lösungen zu suchen.

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