Zehn weitere Aufführungen im Willinger Besucherzentrum

Kämpfe, Gesang, 100 Darsteller: "Robin Hood"-Musical feiert Premiere

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Eine eingeschworene Truppe: Die Mannschaft aus dem Sherwood Forest, Robins Gefährten. Insgesamt wirken bei der Produktion rund 100 Darsteller mit. 

Willingen. Die erste Aufführung des Musicals „Robin Hood – Für Liebe und Gerechtigkeit“ ging am Freitagabend mit Bravour über die Bühne. Die Legende vom Retter der Armen überzeugte das Publikum im Besucherzentrum in jeder Hinsicht. Gute Darsteller, mitreißende Tanzeinlagen, beeindruckende Sänger und, nicht zuletzt, die mitwirkenden Willinger Concordia-Chöre zeigten Freude an ihrer Arbeit, was sich auf die Zuschauer übertrug.

15 verschiedene Bühnenbilder wurden unauffällig während der Aufführung gewechselt. Spannungsmomente wurden durch Pyrotechnik erhöht und das bunte Farbenspiel der Lichttechnik unterstützte die Dramatik. Artisten wirbelten über die Bühne und beim irischen Stepptanz der Gefährten von Robin Hood klatschten alle mit.

Die Aufführung des Musicals stand unter der Regie von Fechtchoreograf Werner Schwager, zugleich Richard Löwenherz-Darsteller. Er sorgte für gekonnte Degenkämpfe mit echten Metallklingen, wie es sich für das Mantel- und Degen-Thema gehört. Diese wurden mal in Echtzeit, mal in gespieltem Zeitraffer aufgeführt, was den Szenen besondere Dramatik verlieh.

Den Bösewicht Sheriff von Nottingham verkörperte der Münchner Schauspieler Carlo Himmel großartig als Gegenspieler des Helden, Robin von Locksley. Ihn stellte Patrick von Castelberg dar, der als Profi-Schauspieler und ausgebildeter Tenorsänger sein Können zeigte. Herausragend trat auch die beeindruckende Bass-Stimme von Richard McCowen hervor, der als Mönch „Bruder Tuck“ zur Seite der Guten aus dem Sherwood Forest gehörte. Ebenso geschulte Solistenstimmen wiesen Lady Marian (Nadja Görts, zugleich Choreografin), Lady Isabell (Britt Löwenstrom) und viele weitere auf.

Insgesamt sind es 100 Mitwirkende, die das Bühnenspektakel ermöglichen. Die Profis holen sich dabei Hilfe von örtlichen Vereinen wie den neun Mädchen des Tanz- und Kampfensembles, die einer Wünnenberger Karnevals-Funkentruppe entliehen wurden und dem MGV und gemischen Chor Concordia 1881 Willingen. Letztere gingen als Mönche bzw. Marketenderinnen verkleidet singend durch die Zuschauergänge und stellten so Publikumsnähe zu den Darstellern her.

Vom lang anhaltenden stehenden Applaus zum Schlussbild zeigten sich die Darsteller überwältigt und applaudierten umgekehrt dem Publikum. Die Premiere hätte vollere Ränge verdient. Doch nachdem sich eine Hauptdarstellerin bei der Probe verletzt hatte, musste der ursprünglich anberaumte Premieren-Termin verschoben werden.

Die weiteren Aufführungstermine

Das Stück ist für die ganze Familie geeignet. Die Aufführung dauert dreieinhalb Stunden mit Pause. Wegen der verschobenen Premiere wurde eine weitere Aufführung geplant.

An folgenden weiteren Terminen ist das Musical auf der Willinger Bühne zu sehen: Freitag, 30. November, um 20 Uhr, Samstag, 1. Dezember, um 14 und 19 Uhr, Sonntag, 2. Dezember, um 14.30 und 19.30 Uhr, Freitag, 7. Dezember, um 20 Uhr, Samstag, 8. Dezember, um 14 Uhr (neu aufgenommener Zusatztermin) und 19 Uhr und am Sonntag, 9. Dezember, um 14.30 und 19.30 Uhr. Tickets für 52,90 Euro gibt es bei der WLZ und der Tourist-Info Willingen.

Das war die Premiere von "Robin Hood" in Willingen

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