Anwohner geht von Luftgewehrschüssen aus

Katzen in Willingen schwer verletzt

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Eine schwere Verletzung an der Schulter trug der schwarze Kater davon. Er hat sich erholt, doch Anwohner befürchten, dass es nicht der einzige Fall bleiben könnte.

Willingen. Zwei Katzen sind in Willingen verletzt worden - mit einem Luftgewehr, vermutet ein Tierfreund.

Schwer verletzt sei der schwarze Kater angekrochen gekommen, berichtet Harry Pokorny: Drei Wochen hatte er das halbwilde Tier nicht gesehen, am 19. November kam es zurück ans Haus am Ritzhagen, wo es seit Jahren Unterschlupf und Fressen fand. Die Schulter sei mit Blut verkrustet gewesen – der Willinger geht davon aus, dass der Kater mit einem Luftgewehr verletzt wurde.

Zwar ließ er sich nicht einfangen, um ihn zum Tierarzt zu bringen. Aber eine mögliche Eintrittswunde war zu erkennen und er hat eine pflaumengroße Verhärtung auf der Schulter – als sei ein Projektil eingekapselt. Zudem hatte ein anderer Kater, der regelmäßig vorbei kommt, schon im Sommer vermutlich einen Streifschuss abbekommen: In einem fünf mal drei Zentimeter langem Streifen habe die Haut über dem linken Auge in Fetzen gehangen. Also fürchtet Harry Pokorny weiter um die Sicherheit von Katzen, Hunden und Vögeln im Gebiet. 

Dass die drei Katzen, die im Garten ein und aus gehen, halbwild sind, stellt ein Problem dar: Der erste Kater hält Abstand; der zuletzt verwundete ließ sich zwar anschauen, nicht aber aufnehmen und zum Tierarzt bringen. Lebendfallen fingen bloß Igel und Eichhörnchen ein. Ohne Untersuchung steht derweil für die Polizei nicht zweifelsfrei fest, was geschehen ist, die Ermittlung sei schwierig, teilt diese auf Anfrage der WLZ mit.

Harry Pokorny hatte Anzeige erstattet: Das Tierschutzgesetz sieht bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor, wenn jemand einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt, diese länger anhalten oder sie sich wiederholen.

Immerhin: Muffi – so getauft wegen seines anfänglichen Muffensausens in Bezug auf Menschen – ist „wieder ganz munter“. Der in der Landwirtschaft groß gewordene Pokorny hatte ihm Medizin ins Futter gemischt. Nun hofft er auf verstärkte Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft.

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