Beratung Anfang 2020

Kesper-Gelände in Willingen: Hotel, Discounter, Gastronomie und mehr im Gespräch

Viel entstehen könnte auf dem Kesper-Gelände – erstmals wurde es im Parlament angesprochen.
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Viel entstehen könnte auf dem Kesper-Gelände – erstmals wurde es im Parlament angesprochen.

In der Gemeindevertretung sind erstmals die Pläne zur Verwendung des Badmöbel-Kesper-Geländes angesprochen worden - und es ist einiges geplant.

Die Verwendung des Badmöbel-Kesper-Geländes steht erst im nächsten Jahr auf der Tagesordnung der Willinger Gemeindevertretung, in seiner Haushaltsrede für die FDP-Fraktion gab Arndt Brüne derweil schon einen Einblick in die Pläne, die den Abgeordneten vorliegen. Auch die eigene Fraktion sei „komplett geteilter Meinung“.

Er sprach von einer 400 Quadratmeter großen Gastronomie, 180 Betten in einem Hotel einer internationalen Kette, einem Discounter, einem Drogeriemarkt, zwei großen Parkplätzen und der schon bekannten Fußgänger-Promenade zum Bahnhof, für welche das Land vergangene Woche Fördermittel überreicht hat.

Seine Bewertung fiel positiv aus: Die Gastronomie sei klein, da erfahrungsgemäß zwei Drittel der Fläche für Personal, Technik, Lager und Toiletten benötigt würden. Die Bettenzahl des Hotels entspreche den jährlichen Betten-Verlusten der Gemeinde. Der Discounter ziehe Menschen aus dem näheren Umkreis an und hole Geld in den Ort, auf einen Drogeriemarkt warte Willingen seit der Schlecker-Insolvenz. Mögliche Alternativen zum Konzept seien sehr viel unattraktiver, als Beispiele stellte er etwa Discos und Spielhallen in den Raum.

Viel entstehen könnte auf dem Kesper-Gelände – erstmals wurde es im Parlament angesprochen.

Friedrich Wilke (Freie Wähler) wies darauf hin, dass die Gemeindevertretung in derselben Sitzung einstimmig einen Bebauungsplan verabschiedete, der eine Erweiterung von Rewe und Lidl um 1000 Quadratmeter auf zusammen 3150 Quadratmeter ermöglicht. Die Märkte liegen direkt gegenüber.

Hans-Jörg Kesper, Inhaber des Traditionsunternehmens, das 2018 Insolvenz anmeldete und später schloss, bittet um Verständnis, sich noch nicht näher zu den Plänen äußern zu können. Bürgermeister Thomas Trachte erklärt, dass das Konzept noch nicht beraten wurde, aber in der ersten Sitzung des neuen Jahres vorgelegt werden soll.

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