Zug der Kurhessenbahn stieß mit Auto zusammen

Nach Bahnunglück bei Willingen ist die Strecke frei, doch die Ursache bleibt rätselhaft

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THW im Einsatz: In winterlichen Verhältnissen waren viele Retter nach dem Unfall eines Autos mit einer Kurhessenbahn zu helfen. 

Nach dem Unfall einer Kurhessenbahn bei Willingen im Upland ist die Strecke wieder frei. Doch die Suche nach der Ursache brachte noch keine Erkenntnisse. 

Zuletzt aktualisiert um 13.20 Uhr. Die seit Freitagnachmittag nach einem Unfall gesperrte Bahnstrecke zwischen Korbach und Brilon ist für den Schienenverkehr wieder freigegeben worden. Zur Unfallursache gab es indes am Samstag noch keine Erkenntnisse: Nach derzeitigem Stand haben die Schranken und die Signale einwandfrei funktioniert. Es ist derzeit noch völlig unklar, warum ein Autofahrer dennoch über die Gleise gefahren war. 

Vorausgegangen war ein Unfall am Bahnübergang auf dem Wakenfeld. Dort war ein Mann mit seinem Skoda Rapid vom Bauhof Willingen kommend in Richtung der Bundesstraße 251 gefahren. Aus bislang ungeklärter Ursache übersah er das rote Haltesignal der Ampel sowie die Bahnschranke undkollidierte auf den Gleisen mit dem aus Korbach in Fahrtrichtung Brilon fahrenden Zug. Der Skoda wurde vom Zug erfasst und etwa 35 Meter mitgerissen, ehe er am Bahngleis zum Stehen kam. Feuerwehr, Polizeikräfte der Bundespolizei und Einsatzkräfte der Polizei Korbach, Notärzte und Rettungssanitäter waren im Einsatz, Verstärkung erhielten die Teams nach Abschluss der Rettungsarbeiten vom Technischen Hilfswerk Korbach.

Der Ortsverband Korbach wurde erstmalig um 15.15 Uhr alarmiert. Die Leitung hatte Dirk Gernand übernommen, der als sogenannter Aufgleisleiter über die nötigen Erfahrungen bei Zugunfällen verfügt. Nach der ersten Lagebeurteilung alarmierte Gernand um 15.45 Uhr weitere sechs Kameraden, die mit drei Fahrzeugen am Stryckbahnhof in Willingen eintrafen.

Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn stellte Gernand diverse Beschädigungen am Triebwagen fest. Unter anderem waren Luftleitungen abgerissen, sowie zwei Achslager an der rechten Seite demoliert worden. Um 16. 20 Uhr konnte das Team dann die nötigen Reparaturarbeiten am Triebwagen vornehmen. Die beschädigten Druckluftleitungen wurden getrennt und abgedichtet. Tatkräftig unterstützt wurde das THW von zwei Mitarbeitern der Kurhessenbahn, die eigens mit einem Werkstattwagen aus Kassel angerückt waren. Im Anschluss wurden die Achslager wieder eingerichtet und der Triebwagen auf die Schiene gestellt.

Aus eigener Kraft konnte der Zug den Weg vom Stryckbahnhof nach Korbach zurücklegen, um 19 Uhr war die Strecke für den Verkehr wieder freigegeben worden. (112magazin)

 

Hier ereignete sich der Unfall:

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