Bescheid über 59 000 Euro

Land Hessen fördert Feuerwehrhaus in Bömighausen

Viele Unterstützer aus Feuerwehr und Politik machen es möglich, in Bömighausen ein neues Feuerwehrhaus zu bauen – zuletzt überreichte Innenminister Peter Beuth einen Förderbescheid.
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Viele Unterstützer aus Feuerwehr und Politik machen es möglich, in Bömighausen ein neues Feuerwehrhaus zu bauen – zuletzt überreichte Innenminister Peter Beuth einen Förderbescheid.

Das lang ersehnte neue Feuerwehrhaus in Bömighausen rückt näher: Nicht nur wurde ein Standort gefunden, es gibt auch einen Zuschuss.

Willingen-Bömighausen – Mit einem Förderbescheid über 59 000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde beim Bau. Den Bescheid über gut 22 Prozent der Kosten übergab Innenminister Peter Beuth (CDU) am Freitag.

Es ist das letzte Feuerwehrhaus im Upland, das noch erneuert werden muss. Es sei ein Erfolg, das Projekt endlich starten zu können, erläuterte Bürgermeister Thomas Trachte. Der ursprüngliche Wunschstandort ließ sich nicht realisieren, doch es ergab sich die Möglichkeit, ein Privathaus in der Ortsmitte zu kaufen: „Der Standort ist die beste Lösung, die wir uns überhaupt vorstellen können“, erklärte Trachte und dankte Ortsvorsteherin Wilma Saure für ihren Einsatz in der Sache. Bei allen Streichungen, welche die Corona-Krise im Haushalt nötig mache, sicherte er zu: „Das Feuerwehrhaus Bömighausen hat es überlebt und das wird auch so bleiben.“

Sowohl Innenminister als auch Bürgermeister bezeichneten es als Selbstverständlichkeit, den sich großen Risiken aussetzenden ehrenamtlichen Feuerwehrleuten alles an die Hand zu geben, was sie für ihren Einsatz benötigen – ob Gebäude, Ausrüstung oder Fahrzeuge. „Der Bedarfs- und Entwicklungsplan ist fast zu 100 Prozent erfüllt“, zeigte sich Gemeindebrandinspektor Jürgen zufrieden – aber nun werde er fortgeschrieben: Bei der Feuerwehr herrsche nie Stillstand, sie müsse sich weiter an die Begebenheiten anpassen.

„Ein Glückstag für unseren Ort“, freute sich Wilma Saure – zumal auch ein neues Fahrzeug angeschafft werden soll. Sie sehe die Feuerwehr gut aufgestellt: Trotz demografischen Wandels bekomme sie Nachwuchs – das sei wichtig angesichts der Herausforderung, neben dem Ort auch Ferienhaussiedlung und Camping-Platz abzudecken.

„Unsere Arbeit besteht nicht nur aus ,Retten, Löschen, Bergen‘, da gehört auch das Skispringen dazu und vieles weitere“, erläuterte Wehrführer Markus Potthoff: „Wir sind Teil des Dorfs und wollen uns einbringen.“ Die Einsatzabteilung hat jüngst eine Zusammenarbeit mit Neerdar vereinbart, in der Jugend kooperieren die beiden Orte bereits mit Welleringhausen.

Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) lobte die Fähigkeit der „nicht auf Rosen gebetteten“ Gemeinde, ihre Möglichkeiten zu erkennen und Partner zu gewinnen. „Was ich an den Upländern so mag: Sie sind völlig unaufgeregt“, befand der Landrat.

Peter Beuth zeigte sich erfreut, mal nach Bömighausen zu kommen: Markus Potthoff ist ihm als Landesjugendfeuerwehrwart bekannt. Der Minister erläuterte vor Feuerwehrleuten und Kommunalpolitikern noch einige landesweite Entwicklungen bei den Brandschützern: Weil Wechsel in den Führungspositionen häufiger werden, steige auch der Schulungsbedarf. Dementsprechend investiere Hessen in die Landesfeuerwehrschule und ermögliche mehr Lehrgangstage.

Zudem gelte es verstärkt, die Arbeitgeber für die Leistungen der gut 70 000 freiwilligen Feuerwehrleute hinzuweisen, auch wenn Alarme sich mal häufen: „Wir müssen Sensibilität bei den Unternehmen hinbekommen, dass wir mit der Freiwilligen Feuerwehr einen richtigen Schatz im Land haben.“ (Wilhelm Figge)

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