Kooperation mit Sommerrodelbahn

Mitmachzirkus "Manegentraum" findet neues Konzept für Willingen

Als Akrobaten oder Feuerfakire probierten sich Kinder im Mitmachzirkus „Manegentraum“ aus. Fotos: pr

Willingen. Der Zirkus Managentraum ist Stammgast in Willingen - und musste um sein Gastspiel im nächsten Jahr fürchten. Eine kreative Lösung bietet neue Möglichkeiten.

„Willingens Zirkus“ nennt Direktorin Ann-Katrin Bichlmaier ihren Familienbetrieb – nicht umsonst, schließlich kommt der Zirkus schon seit Anfang des Jahrtausends jedes Jahr in den Weltcup-Ort. Als sie ihr jüngsten Gastspiel vom 22. Juli bis 4. August antraten, war jedoch unsicher, wie es für die elfköpfige Zirkusfamilie weitergeht – während der Platz am Besucherzentrum sonst zu ihrer üblichen Zeit in der letzten Juli- und ersten Augustwoche frei ist, findet im kommenden Jahr dann das Willinger Open-Air mit Sarah Connor statt.

„Wir waren erst sehr bedrückt, obgleich wir Verständnis dafür hatten und es eigentlich richtig cool finden, wenn so ein toller Star nach Willingen kommt“, erklärt Ann-Katrin Bichlmaier. Sie wisse: „In unserer Branche muss man sehr flexibel sein und improvisieren können.“

Während ihres Gastspiels überlegten sie also zusammen mit der Gemeindeverwaltung und vielen Einheimischen, die sie lange kennen, wo eine Alternative geschaffen werden könnte. Um eine zentrale Lage nutzen zu können, fragte sie bei den Betreibern der Sommerrodelbahn nach. „Die Familie Rummel war sofort kooperativ und willigte umgehend ein. Beide Seiten sind sich einig, dass das beidseitige Programm von Vorteil seien kann und sich gut ergänzt“, teilt Ann-Katrin Bichlmaier mit. 

Der Zirkus Managentraum bietet seit vielen Jahren Unterhaltung in Willingen.

„Es laufen so viele Partys und Events in Willingen – da kann man auch was für die Kinder machen“, erklärte sie zuvor im Gespräch mit der WLZ ihr Ziel. Der Zirkus sei da ein guter Start, aber es könnten Partner gewonnen werden, um noch mehr auf die Beine zu stellen, hofft sie. Fürs erste ist die Zirkusfamilie froh, dass sie den Standort Willingen nicht aufgeben muss und es im nächsten Jahr dann wieder „Manege frei“ heißt.

Das Konzept des Mitmachzirkus "Managentraum" in Willigen

Der Zirkus Manegentraum war zuletzt mit zwei Angeboten zu Gast: Mit neun Vorstellungen präsentierte er seine eigenen Shows, seit mehr als 15 Jahr fährt die Zirkusfamilie aber noch ein ganz anderes Konzept: So konnten einheimische und Urlauberkinder täglich nicht nur Zirkusluft schnuppern, sondern sich selbst etwa als Seiltänzer, Luftakrobat, Feuerfakir oder Clown auszuprobieren. Der krönende Abschluss war jeweils die Vorstellung am Ende der Woche, bei der die Kinder bis zu 150 Zuschauer herbeiholten. 

Auch als Feuerfakire probierten sich Kinder im Mitmachzirkus "Managentraum" aus.

„In den vergangenen vier Jahren versuchen wir verstärkt, unser Konzept des Mitmachzirkus in Willingen zu etablieren“, so Orgarnisationsleiterin Ann-Katrin Bichlmaier. Wegen der Zusammenarbeit mit einem Kinder- und Jugendreiseveranstalter konnten Kinder aus allen Bundesländern im Zirkuscamp sogar übernachten. Nun sei ihr Konzept ausgereift: Die Anmeldung ist täglich möglich, gerade einheimische Kinder könnten ihre Ferien so freier gestalten. Einige kamen täglich und sogar die zwei Wochen am Stück, andere zwei- bis dreimal und Urlauberkinder kamen selten nur einen Tag – gemeinhin kamen sie wieder, denn viele reizte der Auftritt in einer richtigen Vorstellung. 

„In den nächsten Sommerferien machen wir auf jeden Fall weiter“, so Ann-Katrin Bichlmaier: Einige Teilnehmer wollten schon den Zeitraum für nächstes Jahr wissen, um ihren Urlaub entsprechend zu planen. (red/wf)

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