Kosten würden bei rund 15 Millionen Euro liegen

Mountainbike: Pläne für 650 Kilometer lange Mega-Strecke

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Über Stock und Stein: Schon jetzt sind immer wieder Mountainbiker im Landkreis unterwegs, hier am Hochheideturm in Willingen. Kommt der „Grenztrail“, sollen es noch deutlich mehr werden.

Waldeck-Frankenberg. Eine europaweit einzigartige Mountainbike-Strecke soll im Landkreis entstehen: Noch befindet sich der rund 650 Kilometer lange „Grenztrail“, so der Arbeitstitel, in der Planungsphase, doch 2022 oder 2023 könnte er in Betrieb gehen. Ob sich das Mega-Projekt tatsächlich realisieren lässt, ist auch abhängig von einer möglichen Förderung durch das Land. Denn die geschätzten Kosten für die Einrichtung liegen bei rund 15 Millionen Euro.

Die Idee zum Mountainbike-Trail entstand im vergangenen Jahr in der Gemeinde Willingen, berichtet Bürgermeister Thomas Trachte. Mittlerweile sind 17 von 22 Kommunen aus Waldeck-Frankenberg und der Landkreis selbst als Mitstreiter gewonnen worden. Allerdings: Das Vorgehen sei schwierig, die Machbarkeit könne nur Schritt für Schritt geklärt werden, so Trachte.

Sieben einzelne Trailparks über den gesamten Landkreis verteilt sollen entstehen, die einzeln befahren werden können, aber auch vernetzt sein sollen. Demnach wäre der gesamte „Grenztrail“ rund 650 Kilometer lang. „Meines Wissens gibt es einen solchen Trail in dieser Größenordnung nicht in Europa.“ Geeignet wäre der Weg dann nicht nur für Freerider oder Downhill-Fahrer, betont der Bürgermeister, sondern für alle Mountainbiker.

Bis zur Umsetzung seien aber noch viele Hürden zu überwinden und auch ein Scheitern ist noch möglich. Denn: Zehn Millionen Euro brauche man vom Land, um den Trail auf die Beine zu stellen. In den kommenden Wochen stehen Gespräche in Wiesbaden an, in denen es um Fördermöglichkeiten geht.

Trachte ist optimistisch, dass der Trail kommt. Für den Kreis sei das eine riesige Chance, denn das Angebot könnte, so seine Einschätzung, jedes Jahr rund 200 000 zusätzliche Übernachtungsgäste anlocken. „Ich glaube, wir schaffen das."

Studie zur Machbarkeit

Die Planungen für den bislang „Grenztrail“ genannten Weg sind aufwendig. Nachdem zunächst eine Projektskizze inklusive Kosten und Chancen in Willingen erarbeitet wurde, folgte eine Machbarkeitsstudie einer Spezialfirma. Im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung wurden dann die Wald- und Grundbesitzer Hessen Forst und das Domanium sowie die Naturschutzbehörden involviert. Diese Hürde sei jetzt geschafft, sagt Willingens Bürgermeister Thomas Trachte, denn es gab keine Beanstandungen.

Nun geht es um die Finanzierung, die bislang noch völlig ungeklärt sei. Laut Trachte müsse ein Projektbüro mit zwei bis drei Vollzeitstellen entstehen, das in den kommenden gut vier Jahren die Realisierung übernimmt. Auch um dieses Büro zu finanzieren, hofft er auf Millionen aus Landesmitteln.

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