Neubau des Willinger Lagunenbades nimmt immer konkretere Formen an

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Blick auf das Bad von morgen: Mit hoher Glasfassade und neuem Saunagarten soll sich das Antlitz des Lagunenbades ändern

Willingen. Die Pläne für die Zukunft des Lagunenbads werden konkreter: Karibisches Flair, filigrane Bauweise und allerlei Attraktionen sollen vereint werden.

Die Pläne für den weitgehenden Neubau des Lagunenbades werden konkreter: Andreas F. Bremer, Architekt der Neugestaltung und Erweiterung des ersten Bauabschnitts rund um Saunalandschaft und Lagune stellte sie bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter vor.

Eine „filigrane, leichte Fassade“ prägt den Anblick des mit 22 Millionen Euro veranschlagten Projekts: Die große Konstruktion aus Glas und Metall soll mehr Tageslicht ins Innere lassen. LEDs an der Decke ermöglichen Tageslichtbeleuchtung und verschiedene Farbstimmungen, ergänzt durch lichtdurchlässige, bedruckte Folien. An weiteren Stellen sollen karibische Motive auf Spannsegeln und bedruckten Gläsern zum Ambiente beitragen.

Die Materialien, die den Bau prägen sollen umfassen etwa Sandstein, Schiefer und bedrucktes Glas.

Der Beckenumgang soll mit Sandstein gestaltet werden, eine Rampe führt ins Wasser. Im Lagunenbecken sind ein Rondell mit mehreren Massage-Einrichtungen und ein Floating-Pool vorgesehen – eine Option wäre eine an die Gastronomie im Obergeschoss angeschlossene Pool-Bar.

Die Saunen sollen eine weniger rustikale Optik erhalten, dafür teils einen Themenbezug, etwa auf Gipfelkreuz, Viadukt oder Natur. Ein neues Dampfbad ragt nach Plan wie ein Baumhaus auf als Stämmen gestalteten Stützen über dem Tauchbecken hervor. Erlebnisduschen im Inneren sollen wie ein Wasserfall gestaltet werden – ihre Gegenstücke draußen werden durch felsartige Stehlen abgegrenzt. Ähnlich wird der gesamte Sichtschutz geregelt. Die Wege im Saunagarten sollen durch leichte Beheizung eisfrei gehalten werden. Eine Option, die für den Saunabereich noch erwogen wird, ist ein Schneeraum.

Über den Winter sollen ein Detailplan entstehen und die Arbeiten ausgeschrieben werden, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte. Nach der Hochsaison der Sauna soll dann im Frühjahr der erste Bauabschnitt beginnen – die Suche nach einem Architekt für den zweiten, größeren Teil des Komplexes soll noch im Winter stattfinden. Er hoffe, dass die Arbeiten direkt an den ersten Abschnitt um Sauna und Lagunenbecken anschließen, sagte Trachte. Der Badebetrieb soll aufrecht erhalten werden, eine Interimswand trennt Baustelle und Schwimmbereich. Die Hälfte des Baus fördert das Land Hessen mit insgesamt elf Millionen Euro.

Der Blick unters Dach zeigt etwa Lagunenbecken und Dampfbad.

Ursprünglich waren die Baupläne wesentlich weniger ambitioniert, doch eine Untersuchung zeigte, dass die Bausubstanz mangelhaft ist. Was Thomas Trachte nochmals unterstrich: „Wir sind sehr sicher, dass die betriebliche Situation unverändert bleibt und wir weiter eine schwarze Null schreiben“. 

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