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Neue Rettungswache zwischen Willingen und Usseln fast vollendet

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Von: Wilhelm Figge

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Die Baugenehmigung für die DRK-Rettungswache übergaben (von links) Susanne Paulus und Karl-Friedrich Frese zur Freude von Frank Kotthaus, Michael Wehmeyer, Bauleiter Oliver May und Gunnar Dötter.
Die Baugenehmigung für die DRK-Rettungswache übergaben (von links) Susanne Paulus und Karl-Friedrich Frese zur Freude von Frank Kotthaus, Michael Wehmeyer, Bauleiter Oliver May und Gunnar Dötter. © Wilhelm Figge

Die DRK-Rettungswache im Wakenfeld nähert sich der Vollendung: Auf Teilbaugenehmigungen folgt eine vollständige, nur wenige Arbeiten stehen noch aus. Genutzt wird die Wache bereits.

Willingen (Upland) – Die neue Rettungswache des DRK im Wakenfeld zwischen Usseln und Willingen ist so gut wie vollendet, der Rettungsdienst ist schon eingezogen – und am Montag wurde auch die neue Baugenehmigung übergeben. „Der Standort ist ideal, nur gab es kein Baurecht. Das musste die Gemeinde erst noch schaffen“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.

Wegen der Bedeutung des Projekts sei deshalb mit Einverständnis aller Behörden mit zwei Teilbaugenehmigungen gearbeitet worden. Nun sei das Baurecht so weit, dass der Kreis die eigentliche Baugenehmigung erteilen konnte.

Bloß die Außenanlagen mit Hecken und Obstbäume und kleinere Arbeiten im Inneren stehen noch aus – Teile der Elektrik und der Putz, für den die Firma gewechselt werden musste, erklärt Architekt Gunnar Dötter. Sehr zufrieden zeigt sich Michael Wehmeyer, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen, dass es nur Kostensteigerungen von 2,8 Prozent gab; 2,375 Millionen Euro fallen an. Hauptgrund war, dass einige Leitungen weiter als gedacht gelegt werden mussten, erklärt Gunnar Dötter – ansonsten lägen Kosten und die Bauzeit von einem Jahr im Plan. Der Spatenstich wurde im April 2021 gesetzt.

Drei Fahrzeughallen ermöglichen es, an sieben Tagen die Woche 24 Stunden bereit zu sein; je nach Jahreszeit mit bis zu drei Fahrzeugen. Das war einer der Hauptgründe des Baus, in Usseln bestand keine Erweiterungsmöglichkeit. Dazu kommen die Waschhalle, Schlaf- und Aufenthaltsräume – bei deren Besichtigung erklären Mitarbeiter, sich schon gut eingelebt zu haben. Im Obergeschoss gibt es einen Lehrsaal. Mit zwölf Auszubildenden brauche das DRK Platz zum Üben, erklärt Michael Wehmeyer. Zudem soll er bei acht bis zwölf Großveranstaltungen im Jahr der Polizei als Lagezentrum dienen – die Bereitschaftspolizisten blieben dabei in der Kirche im Ort. Letztlich will das DRK auch die Öffentlichkeit miteinbeziehen und den Raum etwa für Erste-Hilfe-Kurse nutzen.

Auch wenn es ein Zweckbau nach Vorgaben sei, sind sich Karl-Friedrich Frese und Susanne Paulus als Leiterin des Fachdiensts Bauen einig: „Das ist die schönste Rettungswache Waldeck-Frankenbergs.“ Dazu tragen Stehfalzfassaden und sehr transparente, farblich beleuchtbare Tore bei; die Gräutone des Baus sollen zum fürs Upland typischen Schiefer passen. Das Innere ist durch Oberlichter taghell, im Dunkeln liefern LED-Leisten Licht.

„Die Wache ist der letzte Mosaikstein, nachdem überall im Kreis gebaut wurde, um die zehnminütige Hilfsfrist zu gewährleisten“, zeigt sich Karl-Friedrich Frese erfreut. Von Usseln aus seien die äußersten Ecken des Uplands so nicht zu erreichen gewesen. Für Bömighausen sei die Frist weiter gewährleistet, in Eimelrod und Hemmighausen gebe es kleinere Probleme – aber die Vorgaben einer 95-prozentigen Abdeckung seien erfüllt und die häufigeren Einsätze im bereich Willingen sprächen für das Wakenfeld.

Die Neugier auf die Wache sei groß, sagt Wehmeyer. Wenn alles fertig ist, soll im Sommer ein Tag der offenen Tür folgen. (wf)

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