20 Tonnen Streusalz-Säcke fahren Probe

Neue Willinger Sesselbahn K1 durchläuft intensive Testphase

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Bereit für Testfahrt: Mitarbeiter und Ingenieure füllen die Sitze der neuen Achter-Sesselbahn K1 in Willingen mit Streusalzsäcken, um das Gewicht von Fahrgästen zu simulieren – die Gemeinde kauft nachher den Großteil für den Winterdienst.

Willingen. Die anvisierte Eröffnung nähert sich und bislang liegt K1 im Soll: Derzeit stellt ein Prüfdienst fest, ob die neue Achter-Sesselbahn alle Kriterien erfüllt.

Das große rote Rad dreht sich rasant und füllt die Talstation mit einem durchgängigem Surren, überall schauen Leute auf Messpulte oder reihen die Sessel aneinander – und draußen fahren die Sitze mal bergwärts, mal talwärts: Etwas mehr als zwei Wochen vor der großen Eröffnung der neuen Achter-Sesselbahn K1 am Willinger Köhlerhagen wird die Anlage seit Dienstag „auf Herz und Nieren“ getestet.

„Eine unabhängige Prüfstelle kontrolliert die Anlage in allen Einzelheiten“, erklärt Marina Kieweg, Sprecherin der Ettelsberg-Seilbahn, der Mutterfirma der Liftgemeinschaft Köhlerhagen. Die „Fahrgäste“, welche die Prüfer dabei unterstützen, sind klein, kompakt und stapelbar: Die Sessel werden mit Streusalzsäcken beladen, um verschiedene Situationen zu simulieren. 

Los geht es mit Sommerbetrieb: 26 Sessel fahren talwärts, ebensoviele bergwärts, aber beladen mit knapp 300 Säcken. Dann werden stärkere Tage simuliert. Der Winterbetrieb braucht zusammen fast 800 Säcke – gut 20 Tonnen. Getestet wird auch schon die Endausbaustufe, bei welcher K1 pro Stunde sogar 3600 statt 3000 Skifahrer pro Stunde auf den Berg transportieren könnte.

Die Tests von Abstand und Verzögerung beim Bremsen sind am ersten Tag abgeschlossen, doch sämtliche Sicherheitsfragen, alle Funktionen werden kontrolliert, erklärt Betriebsleiter Rolf Schnurbus: Qualität der Montage, baulicher Zustand und Brandschutz gehören da ebenso dazu wie etwa die Frage, ob die Beschilderung für Gäste verständlich ist. Geplant ist nach den ersten Testtagen weiterhin, am 8. Dezember in Betrieb zu gehen, am 14. soll die feierliche Eröffnung folgen.

In anderen Nachrichten aus dem Willinger Skigebiet: Die Dürre schränkt aller Voraussicht nach die "Munition" der der Schneekanonen ein - doch hoffnungslos ist die Lage nicht.

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