Destillerie und Waldpfad geplant

Neuerungen an Stolberg-Hütte: Willinger Parlament gibt Weg frei

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Die „Graf Stolberg Hütte“ zieht normalerweise viele Besucher an – und damit Verkehr, weshalb gern gesehene Neuerungen auch Sorge auslösen.

An der "Graf Stolberg Hütte" bei Usseln sind Neuerungen geplant. Der touristische Wert wird gesehen, es gibt aber auch Bedenken.

Eine Änderung des Bebauungsplans „Wanderhütte“ bei Usseln hat die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen und die Bauleitplanung im Bereich der „Graf Stolberg Hütte“ damit abgeschlossen.

Diese Änderung schafft die Voraussetzungen für drei Neuerungen: Erstens zusätzliche Parkplätze an der Straße zwischen Usseln und Titmaringhausen – vorläufig hatte der Kreis sie schon genehmigt, sie werden bereits genutzt. Zweitens einen Waldpfad, mit einer Holztreppe, eventuell auch neu angepflanzten Laubbäumen samt Hinweisschildern und nach und nach naturnahen Holz-Spielgeräten.

Und drittens den Bau einer Destillerie als touristische Attraktion. Darin sollen aus heimischen Früchten und Beeren Spirituosen hergestellt sowie Führungen und Kurse angeboten werden. „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, bekannte Friedrich Wilke (Freie Wähler): Die Destillerie sei sicherlich ein Höhepunkt für Gäste. Als Usselner Ortsvorsteher gab er aber auch die Meinung des Ortsbeirats wieder, der von der Erweiterung absehen will: „Der Verkehr da oben ist schon übermäßig. Und das muss mit einer neuen Attraktion ja mehr werden.“ Wichtig sei daher, dass der Verkehr weiter auf 3,5 Tonnen begrenzt bleibe und keine Lastwagen und Busse die Straße nutzen. Die bilde ja zugleich ein Stück des Diemelradwegs und werde auch von Wanderern genutzt.

„Es ist tatsächlich so, dass die Straße eine gewisse Belastung erfahren hat“, bestätigte Bürgermeister Thomas Trachte. Ob sich das verstärke, sei noch nicht absehbar. Die Hütte sei allerdings ein voller Erfolg, er sei froh, dass die Kommunalpolitik das ermöglicht habe. Zumindest in Sachen Fußgänger gebe es derweil Alternativen: Es gebe wunderschöne parallele Wege zu der Straße, etwa den Uplandsteig und Pfade über den Pön – auf die solle stärker hingewiesen werden.

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