Ettelsberg-Liftgemeinschaft kooperiert mit Streckendesigner Diddie Schneider

Neues Konzept für den Willinger Bikepark

+
Paket mit neuem Konzept: Gemeinsam betrieben und überarbeitet werden sollen die Willinger Bikepisten, im Bild die Downhillstrecke.

Willingen. Ein neues Konzept soll dem Bikepark Willingen zu mehr Innovation, Qualität und Akzeptanz in der Zielgruppe verhelfen. Seit diesem Monat kooperieren die Ettelsberg-Liftgemeinschaft und Streckendesigner Diddie Schneider.

Er betreibt den Park unter der Marke „MTB ZONE Bikepark“, für die er auch in Petzen (Österreich) und Geisskopf (Bayern) verantwortlich ist.

Der Park soll mit den sechs vorhanden Strecken und die beiden am Köhlerhagen geplanten „Flow Country Trails“ alle Schwierigkeitsgrade abdecken. Die Idee ist, dass mit den Neubauten und der Freeride die eher leichten Strecken an der Achter-Sesselbahn K1 verortet sind; bei der Ettelsberg-Seilbahn soll mit Downhill und 4X der Anspruch steigen. „Wenn die Touristen hoch zum Ettelsberg wollen, fahren sie weiterhin mit der Ettelsberg-Kabinenbahn. Dort werden auch Mountainbiker mitgenommen. Am Köhlerhagen hingegen fahren vorrangig Mountainbiker“, erklärt Diddie Schneider.

Arbeitsteilung mit Partner

Bislang war die Seilbahngesellschaft für die Streckenpflege verantwortlich – das belastete sie bereits sehr, mit der Ausweitung des Streckennetzes wachsen die Ansprüche. Im Zuge des neuen Projektes wollten die Liftbetreiber Spezialisten mit ins Boot holen – da lag es nahe, langjährige Partner anzusprechen. Diddie Schneider hat sämtliche Bikepark-Strecken in Willingen gebaut. Sollte er nun zunächst nur die neuen Strecken bauen, ist er eine nachhaltigere Zusammenarbeit eingegangen. Der Gründer des ersten deutschen Bikeparks betreibt den Park, den Verleih, die Bikeschule und den Shop. Die Seilbahngesellschaft ist zuständig für Kabinenseilbahn und Sesselbahn, und die Pistenpflege im Winter.

Alte Strecke überarbeiten

Zum Bike-Festival im Mai hatte das Team bereits den „Pump Track“ an der Eishalle überarbeitet. Im vergangenen Jahr hat der Bau der ersten der „Flow Country“-Strecke begonnen. Sie ist zu mehr als einem Viertel fertig. Wenn alles gut läuft, können die Mountainbiker im Spätsommer den ersten, im Oktober den zweiten Trail befahren.

Der Bau der zwei neuen Strecken hat Priorität, doch auch die andern sechs sollen nach und nach überarbeitet werden. Für Freeride und Downhill steht eine Generalüberholung an, nachdem sie im Laufe der Jahre an Schwierigkeit eingebüßt haben. Danach kümmern sich die Streckenbauer um 4X und Übungsparcours. Wenn alles fertig ist, stehen Strecken von 13 Kilometer Länge bereit. Angedacht ist zudem eine Verbindung zwischen den Strecken bei der Ettelsberg-Seilbahn und am Köhlerhagen.

Die Trasse der seit April entstehenden Sesselbahn führt entlang der Freeride-Strecke, die Bergstation liegt direkt am Start. Oberhalb der Talstation entstehen in der Straße „Zur Ruthenaar“ Parkflächen und ein neues Funktionsgebäude mit Bikeschule und -verleih, Bikewash, Liftkasse und passender Gastronomie. Im Winter wechselt das Angebot auf Skiverleih und Skischule. Die Achter-Sesselbahn soll zum nächsten Winter einsatzbereit sein. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare