Größtes Hotel der Region sieht sich in Corona-Pandemie gut aufgestellt

Optimismus im „Sauerland Stern“ im Willingen

Luftfoto des Hotels Sauerland Stern in Willingen.
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Das Tagungsgeschäft ist Hauptstütze des Sterns – und läuft bald wieder an.

„Wir sind auch in der schweren Zeit gut aufgestellt“, teilt Peer Höhle mit, Hoteldirektor des „Sauerland Stern Hotels“. Die Belegung im Sommer sei gut, das größte Hotel der Region begrüße viele niederländische und deutsche Familien.

Willingen (Upland) – Anfang bis Mitte Juli haben sich positive Signale eingestellt, in der ersten Augustwoche sei bei diesen Individualbuchungen das Vorjahres-Niveau wieder erreicht worden. 65 Prozent des Umsatzes kommen derweil normalerweise aus dem Bereich Business und Tagungen. Nach dem Restart im Mai sei es für alle in der Branche schleppend angelaufen, da Tagungen und Veranstaltungen weggefallen sind.

Doch auch hier kündige sich eine Trendwende an, berichtet Peer Höhle mit Blick auf die ersten größeren Tagungen und Seminare, die das Hotel ab September wieder stärker auslasten. Das Geschäft komme voraussichtlich auf 30 bis 40 Prozent des üblichen Umsatzes zurück. Betriebsbedingte Kündigungen gab es nicht. Ein Großteil der Mitarbeiter befindet sich in Kurzarbeit, aber niemand zu 100 Prozent.

„Wir sind dank unserer Investitionen, die wir Jahr für Jahr tätigen, sehr gut aufgestellt und blicken optimistisch in die Zukunft“, so Höhle. Das „Sauerland Stern Hotel“ investiert rund eine Million Euro jährlich in die Instandhaltung und Modernisierung des 524 Zimmer umfassenden Hauses. Darüber hinaus steckte es zusätzlich rund zwei Millionen Euro in die Neugestaltung des Foyers, die Modernisierung der Küche sowie eine neue Heizungs- und Klimatechnik mit modernen Luftsteuerungs- und Filteranlagen. Das sei ein großes Plus in dieser Zeit, um hygienische Standards nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen, erklärt Peer Höhle: „Die erste Frage bei Tagungen ist derzeit immer, wie belüftet wird.“

„Unsere Gäste, auch im Business-Bereich, haben mit dem Hotel einen verlässlichen Partner“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Will, der mit großer Zuversicht auf die Entwicklung des Hauses während der Pandemie blickt.

Auch im Gutshof Itterbach sowie in der Residenz Itterbach im Strycktal steige die Nachfrage, sei sogar besser als im vergangen Jahr. Die Dependenzen verfügen über große und hohe Räumlichkeiten, was sich als Vorteil ausweist. Für die Suiten in der Residenz wird aktuell an einem Konzept für eine zentrale Küche gearbeitet, welche die Gäste für die Zubereitung kleiner Speisen nutzen können. Dabei verfügt jede Einheit über einen abschließbaren Kühlschrank. So kann die Selbstversorgung ermöglicht werden, ein Faktor, der für viele Gäste buchungsrelevant ist.

Im Gutshof Itterbach finden bereits wieder die ersten Hochzeiten statt. Wie in der Residenz und im Hotel hat auch hier die Einhaltung der gesetzlichen Hygiene- und Abstandsvorgaben oberste Priorität. Den Trend zu einer längeren Verweildauer der Hotelgäste (wir berichteten) kann auch Peer Höhle feststellen. Viele Gäste hätten in diesem Jahr auf einen Sommerurlaub im Ausland verzichtet, Willingen locke mit einer „deutschlandweit fast einzigartigen Vielfalt der Freizeit- und Aktivmöglichkeiten“ betont er. Die Wettbewerbsfähigkeit des „Sauerland Stern Hotels“ sei auch in der Zukunft nicht gefährdet: „Wir sind bestens aufgestellt und sehen uns als wichtigen Mosaikstein im touristischen Willingen.“

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