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Rotarier spenden 3000 Euro für klimabeständigen Wald in Willingen

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Von: Wilhelm Figge

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Neuen Wald auf einer kahlen Stelle unterstützen Rotarier und Rotaracter mit 3000 Euro.
Neuen Wald auf einer kahlen Stelle des Ettelsbergs unterstützen Rotarier und Rotaracter mit 3000 Euro. © Wilhelm Figge

Für Nachhaltigkeit wollen sich die Rotarier und ihre Nachwuchsorganisation, die Rotaracter, einsetzen. In Willingen spendeten sie deshalb für 2000 Bäume.

Willingen – Den Grundstein für einen Hektar klimabeständigen Mischwald haben der Rotary Club Korbach-Bad Arolsen und die Jugendorganisation Rotaract auf dem Ettelsberg gesetzt: Sie spendeten 3000 Euro, mit denen jeweils 400 Weißtannen, Küstentannen, Lärchen, Ahorne und Roteichen angeschafft wurden, und pflanzten die ersten Bäume ein, bevor die Fachleute der Kommuanlwald-GmbH ans Werk gehen.

Elf nordhessische Rotary Clubs hatten beschlossen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und Bäume zu pflanzen, berichtete Pastpräsident Andreas Schwarzer in Vertretung für Horst Limbach. In Korbach und Bad Arolsen wurden sie schon tätig, Willingen sollte als dritter Standort des Clubs bedacht werden. Den Kontakt stellte Willy Schaumburg her; die Rotaracter um Ekaterina Yurkova beteiigten sich mit dem Verkauf von Postkarten mit Hinweisen auf die Aktion und steuerten so 1000 Euro bei.

Zuvor hatten die Rotarier schon 2000 Euro für einen Wald an einem Arolser Kindergarten sowie 5000 Euro für Bepflanzung am Freundschaftsweg in Korbach gespendet. Weitere Aktionen seien in Planung, erklärte Schwarzer.

Selbst Hand anlegen und das Einpflanzen der Baum-Spende unterstützen konnten die Rotarier auf dem Ettelsberg.
Selbst Hand anlegen und das Einpflanzen der Baum-Spende unterstützen konnten die Rotarier auf dem Ettelsberg. © Wilhelm Figge

Seit mehr als drei Jahren sterben Fichten ab, erläuterte Veit Engemann, Leiter des Forstreviers Stryck: Trockenheit und Windwurf bieten dem Borkenkäfer beste Bedingungen. Fichten, die ihre Nachbarbäume verloren haben, sehen sich plötzlich ungewohnter Sonneneinstrahlung und Trockenheit ausgesetzt.

Die gepflanzten Baumarten gingen tiefer in den Boden als die flach wurzelnde Fichte, erklärte Veit Engemann. Sie könnten Trockenperiode besser aushalten: Statt durch den Borkenkäfer abzusterben, würden sie nur weniger wachsen. Die Anlage von Wäldern sei dabei aber immer eine Arbeit mit Blick auf künftige Generationen: Es dauere 50 bis 80 Jahre, bis der Wald sich von selbst verjünge. „Dann erst haben wir den Mischwald, von dem immer geredet wird. Das ist jetzt also eine Grundsteinlegung.“ (wf)

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