Fortlaufende Investitionen

„Sauerland Stern“ mit neuem Hoteldirektor und frischem Stil

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Feilen immer weiter an den Angeboten des „Sterns“: der neue Hoteldirektor Peer Höhle (rechts), seine Kollegin Katja Kremser-Stuhldreier und Urgestein Heinrich Will.

Willingen. Ein Experte für Verkauf und Tagungen ist im „Sauerland Stern“ aufgestiegen. Auch dem Hotel selbst stehen derweil Änderungen bevor.

An der Rezeption des „Sauerland Stern Hotels“ sieht noch alles aus wie immer. Doch wer die Tür des Gangs zur Linken öffnet, sieht eine Baustelle. Und wer zur rechten geht, erblickt mit hellen Wänden und Decken sowie Glasfronten die optische Zukunft des „Sterns“.

Rund 1,6 Millionen Euro investiert das Hotel dieses Jahr – allerdings stemmen die Gesellschafter jährlich solche Millionenbeträge. Meist sind das Arbeiten, die niemand sieht. Dieses Mal ist es anders: „Zu Weihnachten ist das neue ,Outfit‘ komplett, dann kommt man in ein komplett neues Hotel rein“, sagt Heinrich Will, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter.

So verschwindet nicht nur das Fachwerk aus den Gängen, auch die Zimmer werden nach und nach neu gemacht: Je nach Alter erhalten manche ein „Facelift“, manche ein neues Bad, manche werden ganz neu gemacht. Alle Räume ohne Fenster erhalten Klimaanlagen.

Nicht nur baulich erhält der „Stern“ ein neues Gesicht: Seit Januar hat das Hotel in Peer Höhle einen neuen Direktor für den operativen Bereich – also für alles, was mit den Kunden zu tun hat: Rezeption, Service, Haushalt, Küche, Speisen und Getränke sowie Verkauf. Der 48-Jährige kommt aus Willingen: „Ich hatte immer schon den Blick von nebenan“, sagt er.

Er absolvierte eine Ausbildung zum Hotelfachmann bei der Steigenberger-Gruppe aus Düsseldorf und arbeitete im Business-Bereich. Nach einer Station bei den RIMC Hotels kam er 2002 in des Außendienst des „Sterns“, in dem er Firmenkunden das Hotel vorstellte. Vor mehr als vier Jahren wechselte er ins Veranstaltungsmanagement im Tagungsbereich, seit anderthalb Jahren war er stellvertretender Hoteldirektor. Sein Gegenstück für Finanz- und Rechnungswesen, Personal und Technik ist Katja Kremser-Stuhldreier.

Seit 45 Jahren hat der „Stern“ die gleiche Führung, Heinrich Will war immer dabei. „Den Namen ,Upland Stern‘ hätte kein Mensch verstanden, also haben wir das hier zum Sauerland erklärt, auch wenn es das gar nicht ist“, erinnert er sich.

Entscheidend sei die Konzentration auf Tagungen gewesen: Der Bau des Zentrums anstelle der Tennisanlagen kostete zehn Millionen Euro. Derzeit wird auch viel ins Energiesparen investiert: So soll dieses Jahr die Küche neu gemacht werden, Induktionsherde die Hälfte des Stroms sparen. Eine neue Großspülmaschine verbraucht im Vergleich zum Vorgängermodell nur 20 Prozent Energie, 15 Prozent Wasser und 10 Prozent Spülmittel.

Im Schnitt verzeichnet der „Stern“ 160 000 Übernachtungen im Jahr – das ist nicht der einzige Superlativ: 524 Zimmer bieten bis zu 1600 Gästen Platz. Der größte der 40 Tagungsräume fasst 1800 Gäste. Die Küche kann etwa beim Spring-Festival 3300 Leute versorgen. 165 Mitarbeiter machen das möglich – je nach Bedarf kommen mehr als 70 Hilfskräfte sowie fremde Arbeiter zum Einsatz.

Fast zwei Drittel des Umsatzes kommen aus dem Bereich Business und Tagungen, erklärt Peer Höhle. Familientourismus vor allem aus den Niederlanden spiele eine große Rolle. Noch 10 bis 15 Prozent des Umsatzes kämen vom „Gast mit Geselligkeitsschwerpunkt“. Deren Hochzeit sei Jahrzehnte vorbei, das Image überwunden. „Wir haben da noch viele Gäste aus dem Ü50-Bereich“, sagt Heinrich Will – viele neue suchten sich heute eher Unterkünfte an der Hauptstraße.

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