Schanzenchef spricht über Vorbereitungen für das Weltcup-Skispringen in Willingen 

Wolfgang Schlüter: „Wir zählen zur Weltspitze“

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Ganz entspannt: Schanzenchef Wolfgang Schlüter (rechts) bespricht sich mit Pistenraupenfahrer Björn Wäscher.

Willingen. In diesen Tagen ist er mehr an der Mühlenkopfschanze als zu Hause. Wolfgang Schlüter spielt als Schanzenchef einen ganz wichtigen Part beim Willinger Weltcup-Skispringens. Vom 27. bis 29. Januar segelt die Weltelite bereits zum 21. Mal seit 1995 von der Mühlenkopfschanze ins Strycktal. Von der Vorbereitung und dem Stand der Dinge erzählt Schlüter im Gespräch mit WLZ-Sportredakteur Manfred Niemeier.

Ist Ihnen langweilig? 

Wolfgang Schlüter: Nein (lacht), ich bin ganz entspannt.

Aber Sie müssen diesmal nicht in der heißen Phase der Vorbereitung rund um die Uhr an der Schanze sein. Schlüter: Die Witterungsverhältnisse waren für uns diesmal ein Traum, da konnten wir ganz entspannt arbeiten. Wir haben den Aufsprunghang schon komplett belegt, so weit waren wir noch nie.

In den letzten Jahren war Kunstschnee aus den Skihallen oder Crash-Eis, das eigentlich zur Kühlung im Fischfang eingesetzt wird, oft die letzte Rettung. 

Schlüter: Der Frost schon im November war natürlich ideal. Und wir sind mit Schneekanonen jetzt so gut bestückt, dass wir bei minus sechs Grad in vier Tagen den Kunstschnee für die komplette Anlage produzieren können. Das macht richtig Spaß.

Nach der jüngsten Kälteperiode haben Sie sogar 6000 Kubikmeter zusammen, viel mehr als benötigt wird. Was geschieht mit dem Überschuss? 

Schlüter: Von den rund 3000 Kubikmetern unten im Anlauf haben wir einen Teil an die Rollerbahn gefahren, damit die Sportler dort gut trainieren können. Gleichzeitig dient das Depot als Sicherheit für die Special Olympics im März. Dafür haben wir auch schon 1000 Kubikmeter auf die Wiese neben der Schanze geschossen.

Haben Sie sich auch über den von den Skifahrern lang ersehnten Naturschnee gefreut? 

Schlüter: Wenn die Schanze fertig präpariert ist, dann kann man ihn gar nicht gebrauchen. Jetzt im Vorfeld stört er eigentlich nicht. Und es ist jetzt auch ringsherum winterlich. Wenn ich morgens zur Schanze hochfahre, um alles zu kontrollieren, dann sieht man, in welch schöner Region wir wohnen.

Was Wolfgang Schlüter sonst noch über die Arbeiten an der Schanze erzählt, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der WLZ am 16. Januar 

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