Auch Sicherheitsinitiative Kompass ein Thema

Schutz vor Einbrechern: Polizei berät in Willingen

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Wollen für Sicherheit sorgen (von links): Susanne Gottmann, Dirk Richter, Ulrike Langer und Thomas Buchloh.

Willingen. Wie sieht wirksamer Schutz vor Einbrechern aus? Die Polizei hat in Tipps gegeben - und zusammen mit der Gemeinde noch ein ganz anderes Sicherheitsthema vorgestellt.

Das Gespann mit dem blauen Anhänger auf dem Willinger Supermarktparkplatz zog Blicke auf sich und Besucher an – und dafür stand es ja auch da, wo hunderte Willinger und Gäste vorbeikommen. Mit dem „Polizeiladen on Tour“ wurde eine öffentliche Beratung für Jedermann angeboten – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die über das Kompass-Projekt informierte.

Fragen konnten die Bürger zu allen polizeilichen Themen stellen, Hauptthema war der Schutz vor Einbrüchen, erklärt Susanne Gottmann von der kriminalpolizeilichen Beratung Kassel: „Da sind gewisse Ängste dabei“ – gerade die Sorge vor nächtlichem Einsteigern treibe einige Menschen um. „Der Täter möchte eigentlich nicht, dass der Bewohner da ist“, hält sie fest. „Er will schnell rein, schnell gucken und schnell wieder raus.“

Deshalb sei das wichtigste zum Schutz eine gute mechanische Sicherung von Türen und Fenstern. Es gibt Widerstandsklassen, auf die beim Kauf geachtet werden sollte, mindestens „RC 2“ sollten sie bieten. Susanne Gottmann macht deutlich, worauf es ankommt: Sicherheitsmaßnahmen müssen ineinandergreifen. Wenn ein Fenster gegen das Aufhebeln geschützt sei, könne ein Einbrecher es auch einschlagen – also ist auch durchbruchhemmende Verglasung wichtig, gegebenenfalls abschließbare Fensterhebel. „Nur auf eine Sache zu setzen, hilft nicht“, erklärt sie.

Die Sommerkampagne zum Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl kombiniert die Polizei mit einen anderen Aspekt, erklärt Dirk Richter von der kriminalpolizeilichen Beratung im Kreis: der Sicherheitsinitiave Kompass, welcher die Gemeinde Willingen im Herbst beigetreten ist. Die zuständigen Ansprechpartner von Polizeipräsidium Nordhessen und Gemeinde Willingen, Ulrike Langer und Thomas Buchloh, informierten über das Programm, in dem Probleme in Willingen festgestellt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden sollen.

In einer kürzlich abgeschlossenen Umfrage machten die Upländer vor allem die negativen Begleiterscheinungen des Club-Tourismus als Problem aus. Der Rücklauf sei erfreulich gut gewesen, so die Ansprechpartner. Nach der Auswertung soll mit der Planung einer Konferenz begonnen werden.

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