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Sebastian Becker ist Schützenkönig in Schwalefeld

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Von: Wilhelm Figge

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Die neue Schwalefelder Königsfamilie: Sebastian Becker mit Frau Christin und den Töchtern Nele und Tabea (rechts). Die Flügel schossen Chris Becker (oben rechts) und Matthias Möller (unten rechts) ab.
Die neue Schwalefelder Königsfamilie: Sebastian Becker mit Frau Christin und den Töchtern Nele und Tabea (rechts). Die Flügel schossen Chris Becker (oben rechts) und Matthias Möller (unten rechts) ab. © Wilhelm Figge

Nach einem spannenden Wettbewerb der Thronanwärter hat Schwalefeld einen neuen Schützenkönig: Sebastian Becker.

Willingen-Schwalefeld – Viele Umarmungen, ein von Gratulanten belagertes Königspaar und Glückwünsche von „Ich freue mich so für euch“ bis „Schön, dass es endlich geklappt hat“: Schwalefeld hat in Sebastian und Christin Becker ein neues Königspaar.

Der 39-Jährige hatte schon einige Male vorgehabt, den Adler von der Stange zu holen – auch dieses Mal herrschte ein spannender Wettbewerb: Sieben Aspiranten aus allen Teilen Schwalefelds und dem Nachbarort Rattlar waren angetreten, als bei der letzten Phase des Schießens auf den Vogel angelegt wurde. Schnell wurden es acht, dann neun. Die Späne flogen, Rücktritte gab es erst mal nicht: „Ich weiß nicht, wer auf die Stange geguckt hat: Wer sich jetzt noch nicht hat streichen lassen, muss das auch nicht mehr tun“, erklärte Kai Bärenfänger, der für Christopher Leeser die Moderation übernahm, als dieser selbst anlegte.

Nach ein paar Minuten Pause sollte es noch vier Anwärter geben. Karsten Loch, Manfred Lange und Stefan Wagener schossen je noch einmal, dann setzte Sebastian Becker seinen entscheidenden Treffer und der Vogel fiel. Mit dem Mitarbeiter des Bauhofs, der im Schützenverein als Jugendwart aktiv ist, freuten sich Königin Christin und die Töchter Nele und Tabea.

Bereits Sebastian Beckers Vater Karl-Wilhelm hatte sich im Jahr 2000 zur Königswürde geschossen – und auch sonst verzeichnete die Familie Erfolge: Den ersten Flügel schoss Chris Becker vom Vogel ab, der Cousin des späteren Regenten. Den zweiten sicherte sich Matthias Möller.

Die Gratulationen der Gäste waren der Hitze zum Trotz innig: Die Besucher suchten sich sonst den Schatten, die Jüngsten kühlten sich im Planschbecken. Der Musikzug Battenberg spielte unerlässlich stimmungsvolle Musik. Das Vogelschießen war zusammen mit dem Festzug ein Höhepunkt des Fests.

Das Schießen war durch Ehrenschüsse eröffnet worden. Den ersten setzte Pfarrerin Katrin Schröter, nachdem sie zur Begrüßung auf die Bedeutung des Adlers eingegangen war: Da er so hoch fliege, gelte er als Symbol für Weisheit und Weitsicht. Die wünsche sie den Regenten. Auch Bürgermeister Thomas Trachte setzte einen Schuss und freute sich, dass das „gewohnt tolle, lebhafte und spannende“ Schützenfest in Schwalefeld nach der Corona-Pause zurück ist. Vogel-Bauer Ralf Dittrich durfte ebenso einen Ehrenschuss abgeben wie König Michael Fiedler, dessen pandemiebedingt dreijährige Regentschaft im Wettbewerb ihr Ende fand. (wf)

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